3. Finanzierung und Risikomanagement

3. Finanzierung und Risikomanagement

Dieses Kapitel beschreibt die Regelungen und Verfahren, die angewendet werden, um die Kapitalstruktur sowie die finanziellen Risiken, die damit verbunden sind, zu steuern. Das gesamte Kapital ist definiert als Eigenkapital und Nettoverschuldung. GF steuert seine Kapitalstruktur so, um die Gewinne der Aktionäre zu maximieren, eine optimale Kapitalkostenstruktur zu erhalten und die Flexibilität für Investitionen zu wahren.

3.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und verpfändete oder abgetretene Aktiven

3. Finanzierung und Risikomanagement

Dieses Kapitel beschreibt die Regelungen und Verfahren, die angewendet werden, um die Kapitalstruktur sowie die finanziellen Risiken, die damit verbunden sind, zu steuern. Das gesamte Kapital ist definiert als Eigenkapital und Nettoverschuldung. GF steuert seine Kapitalstruktur so, um die Gewinne der Aktionäre zu maximieren, eine optimale Kapitalkostenstruktur zu erhalten und die Flexibilität für Investitionen zu wahren.

3.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und verpfändete oder abgetretene Aktiven

3.1.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Mio. CHF

 

Bis 1 Jahr

 

Bis 5 Jahre

 

Fälligkeit über 5 Jahre

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anleihen (zu festverzinslichen Sätzen)

 

150

 

149

 

225

 

524

 

523

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu festverzinslichen Sätzen) 1

 

31

 

91

 

14

 

136

 

107

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu variabel verzinslichen Sätzen)

 

116

 

6

 

6

 

128

 

134

Darlehen von Personalvorsorge- einrichtungen

 

28

 

 

 

 

 

28

 

29

Total

 

325

 

246

 

245

 

816

 

793

1 In dieser Kategorie werden übrige Finanzverbindlichkeiten mit einer Zinsbindungsfrist von mehr als drei Monaten ausgewiesen.

Die Nettoverschuldung, die sich aus der Differenz des verzinslichen Fremdkapitals und den flüssigen Mitteln und Wertschriften ergibt, ist im Berichtsjahr um CHF 31 Mio. auf CHF 183 Mio. zurückgegangen (Vorjahr: CHF 214 Mio.). Der Rückgang ist weitgehend auf den hohen freien Cashflow in Höhe von CHF 130 Mio. zurückzuführen. Demgegenüber stehen Ausschüttungen an die Aktionäre von GF und an Minderheitsaktionäre von CHF 89 Mio. (Vorjahr: CHF 89 Mio.).

Für die Sicherstellung von langfristigen Verbindlichkeiten sind Aktiven im Wert von CHF 28 Mio. (Vorjahr: CHF 16 Mio.) verpfändet oder abgetreten worden. Diese gliedern sich in Grundstücke mit CHF 5 Mio. (Vorjahr: CHF 2 Mio.) und Gebäude mit CHF 23 Mio. (Vorjahr: CHF 14 Mio.).

Die nachstehende Tabelle weist die einzelnen Kategorien der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten detailliert nach entsprechenden Währungen und Zinssätzen aus:

Mio. CHF

 

Ausgabe- währung

 

Bereich Zinssatz %

 

2017

 

Ausgabe- währung

 

Bereich Zinssatz %

 

2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anleihen (zu festverzinslichen Sätzen)

 

 

 

 

 

524

 

 

 

 

 

523

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obligationsanleihe (Georg Fischer Finanz AG) 1 1/2 % 2013-2018 (12. September) Nominalbetrag: CHF 150 Mio.

 

CHF

 

1,6

 

150

 

CHF

 

1,6

 

150

Obligationsanleihe (Georg Fischer Finanz AG) 2 1/2% 2013-2022 (12. September) Nominalbetrag: CHF 150 Mio.

 

CHF

 

2,6

 

149

 

CHF

 

2,6

 

149

Obligationsanleihe (Georg Fischer Finanz AG) 7/8% 2016-2026 (12. Mai) Nominalbetrag: CHF 225 Mio.

 

CHF

 

0,9

 

225

 

CHF

 

0,9

 

224

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu festverzinslichen Sätzen) 1

 

 

 

 

 

136

 

 

 

 

 

107

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CHF

 

1,1–1,5

 

21

 

CHF

 

1,1–3,5

 

22

 

 

EUR

 

2,5–5,0

 

72

 

EUR

 

2,5–5,0

 

64

 

 

CNY

 

6,1–7,6

 

11

 

CNY

 

6,1–7,6

 

13

 

 

Übrige

 

5,0–13,3

 

32

 

Übrige

 

4,3–13,3

 

8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu variabel verzinslichen Sätzen)

 

 

 

 

 

128

 

 

 

 

 

134

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EUR

 

1,0–2,0

 

28

 

EUR

 

1,0–2,0

 

32

 

 

CNY

 

3,9–4,6

 

70

 

CNY

 

3,9–5,3

 

74

 

 

TRY

 

13,5–13,9

 

8

 

TRY

 

12,6–14,5

 

23

 

 

Übrige

 

0,0–4,6

 

22

 

Übrige

 

0,0–9,3

 

5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darlehen von Personalvorsorge- einrichtungen

 

 

 

 

 

28

 

 

 

 

 

29

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EUR

 

6,0

 

26

 

EUR

 

6,0

 

25

 

 

CHF

 

1,0

 

2

 

CHF

 

2,0

 

4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Total

 

 

 

 

 

816

 

 

 

 

 

793

1 In dieser Kategorie werden übrige Finanzverbindlichkeiten mit einer Zinsbindungsfrist von mehr als drei Monaten ausgewiesen.

GF verfügt über folgenden Syndikatskredit:

Schuldner

 

Laufzeit

 

Kreditvolumen

 

Davon beansprucht

Georg Fischer AG/Georg Fischer Finanz AG

 

2015–2020

 

CHF 250 Mio.

 

CHF 0 Mio.

Der Syndikatskredit verschafft GF die notwendige Finanzierungssicherheit, um bei allfälligen Akquisitionen schnell handeln zu können. Der Kredit wurde im Berichtsjahr nicht benutzt. Er enthält neben anderen Bedingungen Covenants in Bezug auf den Verschuldungsgrad (ausgedrückt als Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA), den Zinsdeckungsgrad (ausgedrückt als Verhältnis von EBITDA zu Nettozinsaufwand) und die Eigenkapitalquote (ausgedrückt als Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme). Darüber hinaus gelten zusätzliche Bedingungen, wie sie in Konsortialkreditverträgen üblich sind.

Die im Markt platzierten Obligationenanleihen und der Konsortialkredit unterliegen marktüblichen Cross-Default-Klauseln, wonach die ausstehenden Beträge fällig gestellt werden können, falls von der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften wegen Nichteinhaltung von Kreditbedingungen die vorzeitige Rückzahlung einer anderen finanziellen Verpflichtung gefordert wird. Am Bilanzstichtag waren die geltenden Kreditbedingungen eingehalten.

Das verzinsliche Fremdkapital beinhaltet zudem Darlehensschulden gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen in Höhe von CHF 28 Mio. (Vorjahr: CHF 29 Mio.).

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bankdarlehen, Hypotheken und Anleihen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich erfolgswirksam auf Basis der Effektivzinsmethode ­erfasst. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert.

3.1.2 Verpfändete oder abgetretene Aktiven

Von den gesamten Aktiven sind CHF 36 Mio. (Vorjahr: CHF 20 Mio.) verpfändet oder beschränkt verfügbar.

Davon entfallen im Berichtsjahr CHF 28 Mio. (Vorjahr: CHF 16 Mio.) auf Grundstücke und Gebäude. Der Anstieg von CHF 12 Mio. resultiert hauptsächlich aus der Akquisition von Urecon Ltd durch die Division GF Piping Systems. 

Auf Maschinen und Produktionsanlagen entfallen CHF 3 Mio. (Vorjahr: CHF 0 Mio.). Diese sind vor allem der Akquisition von Eucasting Ro SRL durch die Division GF Automotive zuzuordnen.

CHF 5 Mio. (Vorjahr: CHF 4 Mio.) entfallen auf Kundenforderungen. Inventarbestände wurden nicht verpfändet oder abgetreten.

Die verpfändeten bzw. abgetretenen Aktiven werden für die Sicherstellung von Bankkrediten verwendet.

3.2 Finanzergebnis

3.2 Finanzergebnis

Mio. CHF

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

Zinsertrag

 

2

 

2

Finanzertrag

 

2

 

2

 

 

 

 

 

Zinsaufwand

 

28

 

30

Nettoverluste auf erfolgswirksam zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumenten

 

3

 

1

Übriger Finanzaufwand

 

2

 

2

Finanzaufwand

 

33

 

33

3.3 Leasing

3.3 Leasing

Mio. CHF

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

Leasingverpflichtung bis 1 Jahr

 

18

 

16

Leasingverpflichtung 1 bis 5 Jahre

 

42

 

37

Leasingverpflichtung über 5 Jahre

 

10

 

11

Operatives Leasing (Nominalwerte)

 

70

 

64

Die Verpflichtungen aus Finanzleasingverträgen beliefen sich auf CHF 8 Mio. (Vorjahr: CHF 9 Mio.) und entfallen im Wesentlichen auf das Leasing von Maschinen bei GF Piping Systems und GF Automotive. Die Verpflichtungen aus Finanzleasingverträgen sind in der Position «Übrige festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten» erfasst und sind unter Erläuterung 3.1 (3.1.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten) ausgewiesen.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Verträge für Finanzleasing werden in den Sachanlagen und den übrigen Finanzverbindlichkeiten bilanziert, wenn Risiken und Nutzen bei Vertragsabschluss mehrheitlich an die Konzerngesellschaft übergehen. Die Leasingraten werden in Zinsaufwand und Tilgungsbetrag gemäss Annuitätenmethode aufgeteilt. Die Abschreibung der Leasinggegenstände erfolgt über die geschätzte Nutzungs- oder kürzere Leasingdauer. Zahlungen für operatives Leasing werden über die Leasingdauer erfolgswirksam im Betriebsaufwand erfasst.

3.4 Aktienkapital/Kapitalmanagement

3.4 Aktienkapital/Kapitalmanagement

Aktienkapital

Das Aktienkapital setzte sich per 31. Dezember 2017 aus 4ʼ100ʼ898 Namenaktien im Nennwert von je CHF 1 zusammen. Das dividendenberechtigte Nominalkapital betrug CHF 4ʼ100ʼ898.

Kapitalmanagement

Das vom Konzern bewirtschaftete Kapital entspricht dem konsolidierten Eigenkapital. Die Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

Mio. CHF

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

Eigenkapital Aktionäre Georg Fischer AG

 

1’317

 

1’156

Minderheitsanteile

 

52

 

44

Eigenkapital

 

1’369

 

1’200

 

 

 

 

 

Total Aktiven

 

3’610

 

3’202

Eigenkapitalquote in %

 

37,9

 

37,5

 

 

 

 

 

Theoretisches Eigenkapital inkl. Nettobuchwert Goodwill

 

1’467

 

1’270

Theoretische Eigenkapitalquote inkl. Nettobuchwert Goodwill in %, Bilanzsumme inkl. Goodwill

 

39,6

 

38,8

 

 

 

 

 

Ausgewiesenes, durchschnittliches Eigenkapital

 

1’284

 

1’165

Konzernergebnis

 

258

 

225

Rendite auf dem ausgewiesenen, durchschnittlichen Eigenkapital in %

 

20,1

 

19,3

Die Zielsetzungen des Konzerns bei der Bewirtschaftung des Kapitals sind:

  • Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten
  • Sicherstellung des notwendigen finanziellen Handlungsspielraums, um zukünftige Investitionen und Akquisitionen zu tätigen
  • Erzielung einer risikoadäquaten Rendite für Investoren

Der Konzern überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen «Eigenkapitalquote» und «Rendite auf dem Eigenkapital». Die Eigenkapitalquote entspricht dem Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme. Das Konzernergebnis in Prozent des durchschnittlichen Eigenkapitals ergibt die Rendite auf dem Eigenkapital. Diese Kennzahlen werden der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat mittels der internen Finanzberichterstattung regelmässig rapportiert. Das Eigenkapital sowie die Bilanzsumme erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich, was zu einer leicht erhöhten Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2017 von 38% geführt hat.

Als Industrieunternehmen will GF eine starke Bilanz mit einem hohen Anteil an Eigenkapital. Mittelfristig strebt der Konzern eine Eigenkapitalquote von 35% bis 40% an. Das mittelfristige Ziel für die Rendite auf dem Eigenkapital liegt über 15%.

Der Konzern hat keine Covenants bezüglich eines Mindesteigenkapitals. Es besteht ein Covenant die Eigenkapitalquote betreffend.

Der Verwaltungsrat stellt der Generalversammlung den Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns. GF verfolgt eine ergebnisorientierte Dividendenpolitik und schüttet in der Regel 30% bis 40% des konsolidierten Jahresergebnisses des Konzerns an die Aktionäre aus. Die Ausschüttung erfolgt aus dem Bilanzgewinn. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2017 eine Ausschüttung in Form einer Dividende aus dem Bilanzgewinn in Höhe von gesamthaft CHF 23 pro Namenaktie zur Ausschüttung vor (Vorjahr: CHF 20 pro Namenaktie). Per 31. Dezember 2017 betrug der Nennwert der Georg Fischer Namenaktie CHF 1.

Es bestehen ein genehmigtes Kapital und ein bedingtes Kapital in Höhe von maximal 600ʼ000 Aktien. Der jeweilige Maximalbetrag des genehmigten bzw. des bedingten Kapitals reduziert sich in dem Umfang, in dem genehmigtes bzw. bedingtes Kapital durch Ausgabe von Wandel- oder Optionsanleihen bzw. von neuen Aktien geschaffen wird.

Bis spätestens zum 22. März 2018 existiert ein genehmigtes Aktienkapital in der Höhe von maximal CHF 600ʼ000, eingeteilt in höchstens 600ʼ000 Namenaktien zu nominal CHF 1.

Die nicht ausschüttbaren Reserven beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf CHF 84 Mio. (Vorjahr: CHF 85 Mio.).

3.5 Eigene Aktien

3.5 Eigene Aktien

 

 

 

 

 

 

2017

 

 

 

 

 

2016

 

 

Anzahl

 

Trans- aktions- preis (Ø) in CHF

 

An- schaffungs- kosten (Ø) in Mio. CHF

 

Anzahl

 

Trans- aktions- preis (Ø) in CHF

 

An- schaffungs- kosten (Ø) in Mio. CHF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestand per 31. Dezember

 

6’984

 

1’114,63

 

8

 

12’338

 

834,00

 

10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Käufe

 

19’020

 

967,68

 

18

 

20’467

 

820,60

 

17

Verkäufe

 

–16’959

 

908,08

 

–15

 

–6’785

 

811,92

 

–6

Übertragung (aktienbezogene Vergütung)

 

–7’415

 

920,16

 

–7

 

–9’979

 

705,24

 

–7

Kursveränderungen

 

 

 

 

 

2

 

 

 

 

 

 

Bestand per 1. Januar

 

12’338

 

834,00

 

10

 

8’635

 

652,63

 

6

Per Ende 2017 wurden 6ʼ984 eigene Aktien (Namenaktien, Vorjahr: 12ʼ338) mit einem Nennwert von CHF 1 gehalten. Im Berichtsjahr wurden 19ʼ020 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Transaktionswert von CHF 967,68 an der Börse erworben und 16ʼ959 eigene Aktien mit einem durchschnittlichen Transaktionswert von CHF 908,08 über die Börse veräussert.

Gemäss dem Vergütungsmodell des Verwaltungsrats werden den Mitgliedern des Verwaltungsrats eine fixe Anzahl gesperrter Georg Fischer Namenaktien abgegeben. Gemäss dem langfristig ausgerichteten Incentive-Modell wird der Konzernleitung eine leistungsabhängige Anzahl Georg Fischer Namenaktien (PS) zugeteilt. Die Zuteilung der leistungsabhängigen Namenaktien (PS) erfolgt unter Annahme der Werte «Gewinn je Aktie» (EPS) und «relative Aktienrendite» (rTSR) über die zukünftigen drei Jahre. Nach einem vom Verwaltungsrat festgelegten Plan wird den Mitgliedern des Senior Managements als langfristiger finanzieller Anreiz eine fixe Anzahl Georg Fischer Namenaktien abgegeben vgl. Vergütungsbericht.

9ʼ284 Namenaktien werden voraussichtlich für aktienbezogene Vergütungen der Konzernleitung und des Senior Managements benötigt.

Die Zuteilung dieser aktienbezogenen Vergütungen erfolgt gemäss den Bedingungen der erwähnten Pläne. Die aktienbezogenen Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats, an die Mitglieder der Konzernleitung sowie die Namenaktien für das Senior Management werden zum Marktwert bewertet und zum Zeitpunkt der Zuteilung entsprechend dem Aufwand belastet, diejenigen für den Verwaltungsrat dem Betriebsaufwand vgl. Erläuterung 1.3 (1.3.1 Betriebsaufwand), diejenigen für die Konzernleitung und das Senior Management dem Personalaufwand vgl. Erläuterung 1.3 (1.3.2 Personalaufwand). Der Gesamtaufwand für die Aktienbeteiligungspläne betrug CHF 11 Mio. (Vorjahr: CHF 8 Mio.).

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Eigene Aktien werden mit ihrem Anschaffungswert als separate Minusposition im Eigenkapital erfasst. Mehr- oder Mindererlöse aus der Veräusserung eigener Aktien werden den Kapitalreserven gut­geschrieben bzw. belastet.

3.6 Risk Management

3.6 Risk Management

Enterprise Risk Management als ganzheitlicher Risikoprozess wurde im Jahr 2017 auf allen Stufen des Konzerns systematisch angewendet. Die drei Divisionen, die Konzernführung sowie alle wichtigen Konzerngesellschaften erstellten im Mai und November eine Risikoübersicht mit den wesentlichen Risiken in den Bereichen Strategie, Märkte, Betrieb, Management und Ressourcen, Finanzen sowie Nachhaltigkeit. Die Gliederung der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgte in vier Kategorien. Wo möglich und sinnvoll, wurden die erfassten Risiken unter Berücksichtigung von bereits umgesetzten Massnahmen quantifiziert; ansonsten kam eine qualitative Bewertung zur Anwendung.

Das aus Vertretern der Divisionen und der Konzernführung zusammengesetzte Risk Council unter der Leitung des Chief Risk Officers traf sich zu zwei Sitzungen, die folgende Themen zum Inhalt hatten: Optimierung der Berichterstattung von Compliance-Risiken, Analyse einer Benchmark-Studie zu den Themen Risk Management und Business Continuity Management sowie Analyse der Risikoübersichten.

In Übereinstimmung mit der halbjährlichen Berichterstattung behandelten die Konzernleitung und das Management der Divisionen die Risikosituation im Berichtsjahr je zweimal. Dabei wurden stufengerecht die wesentlichen Risiken von Konzerngesellschaften, Divisionen und Konzern bestimmt und geeignete Massnahmen zur Risikoreduzierung definiert. Der Verwaltungsrat befasste sich im Dezember 2017 mit dem Thema Enterprise Risk Management. Dabei analysierte er die präsentierten Risikoübersichten und bestimmte die aus seiner Sicht wesentlichen Risiken und Massnahmen zur Risikominimierung.

Das stufenweise Vorgehen mit Workshops für das Management der Divisionen, die Konzernleitung und den Verwaltungsrat hat sich bewährt, ebenso die Prüfung der Risk Maps der Konzerngesellschaften durch die Interne Revision.

Ähnlich wie im Vorjahr wurden als wesentliche Risiken politische und wirtschaftliche Risiken in China und die Überkapazität von gewissen Geschäftseinheiten in Europa erkannt. Massnahmen zur Reduzierung dieser und anderer Risiken wurden definiert und befinden sich in Übereinstimmung mit strategischen Zielen des Konzerns und der drei Divisionen in der Umsetzung.

Finanzielles Risikomanagement

Finanzielle Risiken Übersicht

 

Risikoquelle

 

Risikobewirtschaftung

 

 

 

 

 

a) Kreditrisiko

 

Ausfall der Gegenpartei von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder von Bankguthaben

 

Diversifizierung und Bonitätsprüfungen

b) Marktrisiko

 

 

 

 

– Währungsrisiko

 

Wareneinkäufe und -verkäufe in Fremdwährung und Finanzierung von Tochtergesellschaften in Fremdwährung

 

währungskongruentes Einkaufen und Produzieren sowie Absicherung durch Devisentermingeschäfte

– Zinsrisiko

 

unwesentlich

 

nicht notwendig

– Preisrisiko

 

unwesentlich

 

nicht notwendig

c) Liquiditätsrisiko

 

zur Zahlung fällige Verbindlichkeiten

 

permanente Überwachung der Liquidität, Liquiditätsreserven und unbenutzte Kreditlinien

Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung über das finanzielle Risikomanagement. Er hat das Audit Committee ­beauftragt, die Entwicklung und Durchsetzung der Grundsätze für das Risikomanagement zu überwachen. Das Audit Committee berichtet über diesen Sachverhalt regelmässig an den Verwaltungsrat.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren sowie Kontrollen zu etablieren. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen im Marktumfeld sowie in den Tätigkeiten des Konzerns zu berücksichtigen. Es ist das Ziel, durch die bestehenden Ausbildungs- und Führungsrichtlinien und -prozesse ein Kontrollumfeld zu entwickeln, das einen disziplinierten und bewussten Umgang mit den Risiken gewährleistet. Das Audit Committee wird dabei vom Leiter Konzernstab Finanzen & Controlling unterstützt.

GF ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die das Kreditrisiko, das Marktrisiko (Währungs-, Zins- und Preisrisiko) und das Liquiditätsrisiko betreffen. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen Risiken sowie die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung und Absicherung der finanziellen Risiken.

Kreditrisiko

Das maximale Kreditrisiko per Bilanzstichtag stellt sich wie folgt dar:

Mio. CHF

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

754

 

666

Flüssige Mittel

 

624

 

571

Übrige Forderungen 1

 

31

 

23

Rechnungsabgrenzungen

 

16

 

21

Übrige Finanzanlagen 2

 

12

 

8

Derivative Finanzinstrumente

 

5

 

4

Total

 

1’442

 

1’293

1 Ohne Steuerrückforderungen.

2 Betrifft Darlehen an Dritte, Kautionen sowie langfristig gehaltene Wertschriften zur Sicherstellung von Pensionsverbindlichkeiten.

GF investiert seine liquiden Mittel vorwiegend als Einlagen bei bedeutenden Schweizer und deutschen Banken mit einem Rating von mindestens BBB–. Gemäss der Anlagepolitik von GF werden diese Geschäfte nur mit kreditwürdigen kommerziellen Instituten abgewickelt. Diese Anlagen haben im Allgemeinen eine Laufzeit von unter drei Monaten. Daneben werden von den Konzerngesellschaften Kontokorrentguthaben bei Banken gehalten. Um die Gegenparteirisiken zu beschränken, werden die liquiden Mittel gezielt auf mehrere Banken verteilt. Der Maximalbetrag je Bank ist festgelegt in Abhängigkeit des Ratings der entsprechenden Banken.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit bedeutenden Gegenparteien mit einem Rating von mindestens BBB– abgeschlossen. Diese dienen der Absicherung von Währungsrisiken und Preisschwankungen beim Einkauf von Rohstoffen und Strom im Konzern.

Die Gefahr von Klumpenrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch die grosse Anzahl und die breite geografische Streuung der Kunden beschränkt. Das Ausmass des Kreditrisikos wird hauptsächlich durch die individuellen Charakteristiken jedes einzelnen Kunden bestimmt. Die Risikobeurteilung beinhaltet eine Prüfung der Kreditwürdigkeit basierend auf den finanziellen Verhältnissen des Kunden sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit. Im Rahmen der Überwachung der Ausfallrisiken werden Kunden aufgrund der relevanten Faktoren gruppiert. Dazu gehören die geografische Herkunft, die Branche sowie etwaige frühere finanzielle Schwierigkeiten.

Das maximale Kreditrisiko auf Finanzinstrumenten entspricht den Buchwerten der relevanten finanziellen Aktiven. Es bestehen keine nennenswerten Garantien und ähnlichen Verpflichtungen, die zu einer Erhöhung des Risikos über die Buchwerte hinaus führen könnten.

Währungsrisiko

Fremdwährungskurse

 

 

 

Durchschnittskurse

 

Jahresendkurse

CHF

 

 

2017

 

2016

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

AED

 

0,268

 

0,268

 

0,265

 

0,277

1

ARS

 

0,060

 

0,067

 

0,052

 

0,064

1

AUD

 

0,755

 

0,733

 

0,763

 

0,736

1

BRL

 

0,309

 

0,284

 

0,295

 

0,313

1

CAD

 

0,759

 

0,743

 

0,778

 

0,757

1

CNY

 

0,146

 

0,148

 

0,150

 

0,147

1

EUR

 

1,112

 

1,090

 

1,170

 

1,074

1

GBP

 

1,268

 

1,335

 

1,319

 

1,254

1

HKD

 

0,126

 

0,127

 

0,125

 

0,131

1

INR

 

0,015

 

0,015

 

0,015

 

0,015

1

MXN

 

0,052

 

0,053

 

0,050

 

0,049

1

MYR

 

0,229

 

0,238

 

0,241

 

0,227

1

NZD

 

0,700

 

0,687

 

0,695

 

0,708

1

RON

 

0,251

 

 

0,251

 

1

SGD

 

0,713

 

0,713

 

0,730

 

0,705

1

TRY

 

0,270

 

0,327

 

0,257

 

0,290

1

USD

 

0,985

 

0,985

 

0,976

 

1,019

100

CZK

 

4,227

 

4,032

 

4,583

 

3,974

100

DKK

 

14,944

 

14,639

 

15,718

 

14,445

100

JPY

 

0,878

 

0,907

 

0,867

 

0,870

100

KRW

 

0,087

 

0,085

 

0,092

 

0,085

100

NOK

 

11,920

 

11,724

 

11,892

 

11,819

100

PLN

 

26,122

 

24,975

 

28,015

 

24,350

100

SEK

 

11,537

 

11,518

 

11,888

 

11,242

100

THB

 

2,903

 

2,791

 

2,991

 

2,847

100

TWD

 

3,236

 

3,056

 

3,293

 

3,143

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kontraktwerte sowie die Marktwerte der per Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte (netto):

Mio. CHF

 

Fair Value Hedges

 

Cashflow Hedges

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontraktwert

 

362

 

112

 

474

 

367

Wiederbeschaffungswert 1

 

–3

 

1

 

–2

 

4

Marktwert

 

359

 

113

 

472

 

371

1 Entspricht den unter den Wertschriften und übrigen Verbindlichkeiten bilanzierten Verkehrswerten.

GF ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken treten bei Transaktionen auf, die in von der Funktionalwährung der betroffenen Gesellschaft unterschiedlichen Währungen stattfinden, insbesondere bei Wareneinkäufen und Warenverkäufen. Solche Transaktionen werden hauptsächlich in Euro und US-Dollar abgewickelt. Durch währungskongruentes Einkaufen und Produzieren der Waren werden die Fremdwährungsrisiken reduziert. Fallweise werden die verbleibenden Fremdwährungsrisiken über Devisentermingeschäfte in der Regel über höchstens zwölf Monate abgesichert.

Die Fair Value Hedges beinhalten Devisenterminkontrakte, die der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen an Konzerngesellschaften dienen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen werden für diese Kontrakte im Finanzergebnis ausgewiesen. Des Weiteren sind Devisenterminkontrakte enthalten, die der Absicherung von Währungs­risiken auf Forderungen und Verbindlichkeiten dienen. Wie die Währungseffekte auf der zugrunde liegenden Bilanzposition werden auch die Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen dieser Kontrakte in der Position «Übriger betrieblicher Ertrag» verbucht.

Die Cashflow Hedges dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungsrisiken künftiger Umsätze in Fremdwährung. Das Volumen der Devisenterminkontrakte ist auf maximal 75% der erwarteten Umsätze begrenzt. Dies ergibt eine vollständige Effektivität der Absicherung. In Einzelfällen wird ein höheres Verhältnis der Mittelflüsse abgesichert, z.B. für bestimmte Aufträge. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen werden direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Zeitpunkt der Fakturierung und Leistungserbringung erfolgt die Übertragung in die Erfolgsrechnung, wodurch die Devisenterminkontrakte zu Fair Value Hedges werden. Des Weiteren wurden in der Berichtsperiode in geringem Umfang Währungsrisiken künftiger Wareneinkäufe abgesichert.

In den Fair Value Hedges sind neben US-Dollar-Kontrakten auch die Kontrakte für Euro, türkische Lira, britisches Pfund und die übrigen ­Währungen enthalten. Sämtliche offenen Devisentermingeschäfte werden innert zwölf Monaten nach Bilanzstichtag fällig bzw. liquiditäts- und erfolgswirksam. Bei unveränderten Währungskursen würde den Mittelabflüssen von CHF 472 Mio. (brutto) ein Mittelzufluss von CHF 474 Mio. (brutto) entgegenstehen, woraus sich der positive Wiederbeschaffungswert in Höhe von CHF 2 Mio. ergibt. Auf Cashflow Hedges entfallen Mittelabflüsse von CHF 113 Mio. und ein Mittelzufluss von CHF 112 Mio.

Kontraktwerte, netto nach Währungen

Mio. CHF

 

2017

 

2016

 

 

 

 

 

USD/CHF

 

330

 

299

EUR/CHF

 

81

 

2

TRY/USD

 

10

 

11

GBP/EUR

 

10

 

3

CNY/USD

 

9

 

4

USD/SEK

 

7

 

8

SEK/CHF

 

7

 

7

GBP/CHF

 

7

 

2

JPY/CHF

 

6

 

7

SGD/CHF

 

4

 

12

CNY/CHF

 

 

 

9

Übrige

 

3

 

3

Total

 

474

 

367

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Derivative Finanzinstrumente, die der Kurssicherung solcher Bilanzpositionen dienen, werden zum Verkehrswert bewertet. Bei Absicherung von vertraglich vereinbarten zukünftigen Cashflows (Hedge Accounting) wird die Bewertung des wirksamen Anteils von Veränderungen des Fair Values der Sicherungsinstrumente erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Besteht ein ineffektiver Teil, wird dieser sofort erfolgswirksam erfasst. Sobald aus dem abgesicherten Grundgeschäft ein Vermögenswert oder eine Verpflichtung resultiert, werden die vorgängig im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste ausgebucht und gleichzeitig mit dem Bewertungseffekt aus dem abgesicherten Grundgeschäft in die Erfolgsrechnung übertragen.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko teilt sich auf in Veränderungen der zukünftigen Zinszahlungen aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes und in ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwerts, d.h. das Risiko, dass sich der Marktwert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes verändert.

Marktwert-Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Finanzinstrumente: Im Konzern werden keine Marktwertschwankungen von festverzinslichen Finanzinstrumenten in der Erfolgsrechnung verbucht. Deshalb würde eine Veränderung der Zinssätze die ­Erfolgsrechnung nicht beeinflussen. Hedge Accounting für Zinssicherungsgeschäfte wurde bisher nicht angewendet.

Cashflow-Sensitivitätsanalyse für variabel verzinsliche Finanzinstrumente: Eine Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt hätte das Konzernergebnis vor Steuern um CHF 5,0 Mio. (Vorjahr: CHF 4,4 Mio.) erhöht. Eine entsprechende Reduktion des Zinssatzes hätte eine entsprechende Auswirkung in umgekehrter Richtung gehabt. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben.

Preisrisiko

Die zum Handel gehaltenen Wertschriften in Höhe von CHF 4 Mio. unterliegen dem Preisrisiko (Börsenkurs). Aufgrund des nicht wesentlichen Umfangs dieser Titel besteht keine grosse Anfälligkeit auf Änderungen des Börsenkurses. Es handelt sich bei diesen Wertschriften vorwiegend um Schweizer Bluechips.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten (inkl. Zinsen) der von GF gehaltenen Finanzverbindlichkeiten:

Mio. CHF

 

Buchwert

 

Vertragliche Cashflows

 

Bis 1 Jahr

 

1 bis 5 Jahre

 

Über 5 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

593

 

593

 

593

 

 

 

 

Anleihen

 

524

 

564

 

158

 

173

 

233

Übrige Finanzverbindlichkeiten

 

264

 

289

 

157

 

109

 

23

Rechnungsabgrenzungen

 

258

 

258

 

258

 

 

 

 

Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig 1

 

107

 

107

 

69

 

32

 

6

Total

 

1’746

 

1’811

 

1’235

 

314

 

262

1 Für weitere Details vgl. Erläuterung 2.3 (2.3.1 Übrige Verbindlichkeiten).

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass GF seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann.

Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Einerseits werden Liquiditätsreserven gehalten, um übliche Schwankungen im Mittelbedarf ausgleichen zu können. Andererseits stehen nicht beanspruchte Kreditlinien zur Verfügung, um grössere Schwankungen auffangen zu können. Der Totalbetrag an unbenutzten Kreditlinien per 31. Dezember 2017 belief sich auf CHF 577 Mio. Die Kreditlinien sind auf mehrere Banken verteilt, sodass keine massgebliche Abhängigkeit von einem einzelnen Bankinstitut besteht.