CEO-Interview

«Wir sind auf gutem Weg, unsere Ziele zu erreichen»

Yves Serra, Präsident der Konzernleitung

Herr Serra, 2016 hat GF mit der Umsetzung seiner Strategie 2020 begonnen. Wie zufrieden sind Sie mit den Fortschritten?

Der Start ist vielversprechend ausgefallen. Wir haben alle relevanten finanziellen Kennzahlen weiter gesteigert. Sie liegen allesamt in der Bandbreite, die wir im Februar 2016 angekündigt haben. Alle drei Divisionen von GF schaffen heute ein hohes Ausmass an Wert für unsere Aktionäre. Ausserdem haben wir sichtbare Fortschritte bei der Umsetzung unserer wichtigsten strategischen Stossrichtungen erzielt. Wir sind auf gutem Weg, unsere Ziele zu erreichen.

Können Sie uns einige Beispiele dafür nennen?

In Europa zum Beispiel haben wir die Effizienz unserer Werke weiter optimiert. Ein Schlüsselelement dazu ist die kontinuierliche Automatisierung unserer Produktionsprozesse, im Speziellen bei GF Automotive. Hier wurden und werden Roboter installiert, um die Mitarbeitenden von Aufgaben zu entlasten, die zu gefährlich oder zu beschwerlich sind. Dazu gehören zum Beispiel das Tragen schwerer Lasten oder der Transport heisser Komponenten. Darüberhinaus werden wir das Portfolio unserer drei Divisionen Schritt für Schritt in Geschäftsfelder verlagern, die mehr Wert für unsere Kunden und Aktionäre generieren.

Was heisst das konkret? Was haben die Divisionen getan, um mehr Wert zu schaffen?

Bei GF Piping Systems haben wir ein vorisoliertes, auf Kunststoff basierendes System entwickelt, mit dem Kühlmittel für Klimaanlagen transportiert werden können. Unsere Innovation mit Namen COOL-FIT 2.0 erlaubt es unseren Kunden, die Installationszeit zu halbieren und den Energieverbrauch um einen Drittel zu senken. Gleichzeitig bietet es tiefere Kosten im Vergleich zu herkömmlichen metall-basierten Transportleitungen, die eine beschwerliche Isolation vor Ort erfordern und anfällig für Korrosion und Kondensation sind.

Bei GF Machining Solutions haben wir das Technologie-Portfolio mit  Femtolaser-Maschinen erweitert. Diese Maschinen, die wir bereits auf dem Markt eingeführt haben, können Oberflächen auf jede Weise strukturieren, die der Kunde wünscht. Sie ermöglichen es zum Beispiel, Prozesse wie das chemische Ätzen oder manuelle Texturierung zu ersetzen, die in der Produktion von Kameralinsen oder bei der Uhrenherstellung zum Einsatz kommen.

Teamarbeit ist zu einem wichtigen Teil unserer Unternehmenskultur geworden, den wir weiter fördern werden.

Wie wichtig ist das Thema «Innovation» für GF?

Innovationen sind für ein Schweizer Unternehmen wie GF, das mit einem sehr starken Schweizer Franken konfrontiert ist, die Lebensader. Darum möchte ich an dieser Stelle unseren Kunden danken. Denn ihr Input und ihr Feedback leiten unsere Innovationstätigkeit. Unsere Kunden sind im eigentlichen Sinne unsere besten Forschungs- und Entwicklungs-Ingenieure.

Was ist aus Ihrer Sicht der wichtigste Faktor für den Erfolg von GF?

Die wichtigsten Faktoren sind das Engagement und der Teamgeist unserer Mitarbeitenden weltweit. Diese enge Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg ist ein Schlüsselfaktor für unsere grössten Erfolge. Schliesslich führt sie zu einem besseren Verständnis unserer Kunden und zu noch schnelleren Antworten auf ihre Bedürfnisse. Teamarbeit ist zu einem wichtigen Teil unserer Unternehmenskultur geworden, den wir weiter fördern werden.

Die Konzernleitung von GF von links nach rechts: Josef Edbauer (Leiter GF Automotive), Joost Geginat (Leiter GF Piping Systems), Yves Serra (Präsident der Konzernleitung), Andreas Müller (CFO), Pascal Boillat (Leiter GF Machining Solutions).