2. Investiertes Kapital

2. Investiertes Kapital

Dieses Kapitel beschreibt das Umlaufvermögen und das kurzfristige Fremdkapital, das zur operativen Liquidität im Konzern beiträgt. Weiter gibt dieses Kapitel einen Überblick über die wichtigsten Sachanlagen sowie immaterielle Anlagen, welche von den GF Konzerngesellschaften benötigt werden, um Produkte und Dienstleistungen für ihre Kunden bereitzustellen. Zuletzt zeigt es die Entwicklung des in der Schattenrechnung geführten Goodwills und den theoretischen Einfluss einer Aktivierung und anschliessenden Amortisation.

2.1 Forderungen

2. Investiertes Kapital

Dieses Kapitel beschreibt das Umlaufvermögen und das kurzfristige Fremdkapital, das zur operativen Liquidität im Konzern beiträgt. Weiter gibt dieses Kapitel einen Überblick über die wichtigsten Sachanlagen sowie immaterielle Anlagen, welche von den GF Konzerngesellschaften benötigt werden, um Produkte und Dienstleistungen für ihre Kunden bereitzustellen. Zuletzt zeigt es die Entwicklung des in der Schattenrechnung geführten Goodwills und den theoretischen Einfluss einer Aktivierung und anschliessenden Amortisation.

2.1 Forderungen

2.1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Regionen 
in CHF

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Bruttowerte

 

725

 

784

 

 

 

 

 

Einzelwertberichtigungen

 

–5

 

–6

Pauschalwertberichtigungen

 

–23

 

–24

Nettowerte

 

697

 

754

 

 

 

 

 

Europa

 

295

 

349

– Davon Deutschland

 

88

 

105

– Davon Schweiz

 

35

 

31

– Davon Österreich

 

10

 

14

– Davon Übriges Europa

 

162

 

199

Nord-/Südamerika

 

104

 

85

Asien

 

259

 

271

– Davon China

 

194

 

211

Übrige Welt

 

39

 

49

Total

 

697

 

754

Die Altersgliederung der Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind, stellte sich per Bilanzstichtag wie folgt dar:

 

 

 

 

2018

 

 

 

2017

Mio. CHF

 

Forderung nach Einzelwert- berichtigung

 

Pauschale Wertberichtigung

 

Forderung nach Einzelwert- berichtigung

 

Pauschale Wertberichtigung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht fällig

 

557

 

 

 

624

 

 

Seit 1 bis 30 Tagen überfällig

 

76

 

 

 

84

 

 

Seit 31 bis 90 Tagen überfällig

 

52

 

 

 

34

 

 

Seit 91 bis 180 Tagen überfällig

 

19

 

8

 

17

 

8

Seit mehr als 180 Tagen überfällig

 

16

 

15

 

19

 

16

Total

 

720

 

23

 

778

 

24

Die Einzelwertberichtigungen beliefen sich auf CHF 5 Mio. (Vorjahr: CHF 6 Mio.). Es wird davon ausgegangen, dass ein Teil der zugrunde liegenden Forderungen noch eingehen wird. Bei den nicht fälligen Forderungen handelt es sich vorwiegend um Forderungen aus lange bestehenden Kundenbeziehungen. Aufgrund der Erfahrungswerte erwartet GF keine nennenswerten Ausfälle. Weitere Angaben zum Kreditmanagement bezüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen finden sich in der Erläuterung 3.6 (Risk Management).

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Forderungen werden zu Nominalwerten bilanziert. Wertberichtigungen werden aufgrund der Fälligkeitsstruktur und der erkennbaren Bonitätsrisiken bestimmt. Neben Einzelwertberichtigungen für spezifisch bekannte Forderungsrisiken werden zusätzliche Wertberichtigungen anhand statistischer Erhebungen über das Ausfallrisiko gebildet.

2.1.2 Forderungen aus Ertragssteuern

Von den Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von CHF 11 Mio. entfielen CHF 4 Mio. auf Schweden, CHF 3 Mio. auf die USA, je CHF 1 Mio. auf die Schweiz, Österreich und die Türkei und CHF 1 Mio. auf übrige Länder.

2.1.3 Übrige Forderungen

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Steuerrückforderungen aus indirekten Steuern

 

30

 

31

Diverse kurzfristige Forderungen

 

32

 

31

Total

 

62

 

62

2.2 Vorräte

2.2 Vorräte

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Fertigfabrikate

 

495

 

499

Rohstoffe und Produktionsteile

 

242

 

271

Fabrikate in Arbeit

 

180

 

163

Bruttowert Inventarbestände

 

917

 

933

 

 

 

 

 

Wertberichtigungen

 

–138

 

–160

Vorräte

 

779

 

773

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Handelswaren werden in der Regel zu durchschnittlichen Einstandskosten, selbst erstellte Erzeugnisse zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie einen Teil der anzurechnenden Gemeinkosten. Skontoabzüge werden als Anschaffungspreisminderungen behandelt. Falls der Nettoverkaufswert tiefer ist, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vorratsbestände, die eine ungenügende Lagerumschlagshäufigkeit aufweisen, werden teil- oder vollwertberichtigt.

2.3 Verbindlichkeiten

2.3 Verbindlichkeiten

2.3.1 Übrige Verbindlichkeiten

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Sozialversicherungsbeiträge

 

17

 

18

Diverse Verbindlichkeiten

 

39

 

43

Derivative Finanzinstrumente

 

2

 

17

Sonstige Steuerverbindlichkeiten (z.B. Quellensteuer)

 

37

 

29

Total

 

95

 

107

– Davon kurzfristig

 

56

 

69

– Davon langfristig

 

39

 

38

2.3.2 Derivative Finanzinstrumente

 

 

 

 

 

 

2018

 

 

 

 

 

2017

Mio. CHF

 

Kontrakt- oder Nominalwert

 

Positiver Marktwert

 

Negativer Marktwert

 

Kontrakt- oder Nominalwert

 

Positiver Marktwert

 

Negativer Marktwert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Devisen (z.B. Devisentermingeschäfte)

 

463

 

3

 

–2

 

474

 

5

 

–3

Übrige Basiswerte

 

2

 

 

 

60

 

 

 

–14

Total

 

465

 

3

 

–2

 

534

 

5

 

–17

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen seines konzernweiten Risikomanagementansatzes ein. Währungsrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzierungen in Fremdwährung werden teilweise abgesichert. Als Absicherungsinstrumente werden in der Regel Devisentermingeschäfte und Devisenswaps mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten verwendet. Die Absicherungen übriger Basiswerte beinhalten Absicherungen gegen Preisschwankungen beim Einkauf von Rohstoffen und Strom.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Derivative Finanzinstrumente werden zu Marktwerten bilanziert. Positive Marktwerte werden in der Bilanz unter der Position «Wertschriften» ausgewiesen, negative Marktwerte unter der Position «Übrige Verbindlichkeiten». Zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken benutzt der Konzern Devisenterminkontrakte sowie Swaps. Zur Währungsabsicherung werden insbesondere Cashflow Hedges eingesetzt, um Währungsrisiken von sehr wahrscheinlichen zukünftigen Geldflüssen aus Verkäufen in Fremdwährung zu vermindern.

2.3.3 Kategorien von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Finanzinstrumente pro Kategorie. Betreffend Marktwerte der Anleihen vgl. Erläuterung 3.1 (3.1.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten).

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Finanzinstrumente (aktiv)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flüssige Mittel (ohne Festgelder)

 

504

 

592

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

697

 

754

Festgelder

 

29

 

32

Übrige Forderungen 1

 

32

 

31

Rechnungsabgrenzungen

 

15

 

16

Übrige Finanzanlagen 2

 

91

 

12

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Forderungen

 

864

 

845

 

 

 

 

 

Aktien und Fonds

 

6

 

4

Finanzinstrumente erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet

 

6

 

4

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente

 

3

 

5

 

 

 

 

 

Finanzinstrumente (passiv)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

498

 

593

Anleihen

 

574

 

524

Übrige Finanzverbindlichkeiten

 

202

 

264

Rechnungsabgrenzungen 3

 

253

 

258

Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig 4

 

93

 

90

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten

 

1’620

 

1’729

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente

 

2

 

17

1 In der Bilanzposition «Übrige Forderungen» sind Steuerrückforderungen enthalten. Für weitere Details vgl. Erläuterung 2.1 (2.1.3 Übrige Forderungen).

2 Betrifft Darlehen an Dritte, Kautionen sowie langfristig gehaltene Wertschriften zur Sicherstellung von Pensionsverbindlichkeiten. Für weitere Details vgl. Erläuterung 5.2.

3 Für weitere Details vgl. Erläuterung 2.6 (2.6.2 Rechnungsabgrenzungen).

4 In den Bilanzpositionen «Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig» sind derivative Finanzinstrumente enthalten. Für weitere Details vgl. Erläuterung 2.3 (2.3.1 Übrige Verbindlichkeiten).

Der Buchwert der zum Verkehrswert bilanzierten Wertschriften und kotierten Minderheitsbeteiligungen wird aufgrund der am Bilanzstichtag geltenden Börsenkurse ermittelt. Der Verkehrswert der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente richtet sich nach dem Wiederbeschaffungswert per Bilanzstichtag.

2.4 Entwicklung der Sachanlagen

2.4 Entwicklung der Sachanlagen

Mio. CHF

 

Nicht betrieb- liche Liegen- schaften

 

Maschinen und Produk- tions- anlagen

 

Gebäude

 

Gebäude- einrich- tungen

 

Übrige Sach- anlagen

 

Anlagen im Bau

 

Grund- stücke

 

Unbebaute Grund- stücke

 

Anlagen in Leasing

 

Betrieb- liche Sach- anlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschaffungswerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31. Dezember 2018

 

200

 

1’441

 

563

 

132

 

211

 

182

 

45

 

4

 

24

 

2’602

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

2

 

44

 

7

 

5

 

11

 

160

 

5

 

 

 

4

 

236

Abgänge

 

–2

 

–159

 

–5

 

–3

 

–10

 

 

 

 

 

 

 

–1

 

–178

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

 

–493

 

3

 

–27

 

–19

 

–4

 

 

 

 

 

 

 

–540

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

140

 

52

 

–93

 

10

 

11

 

–127

 

–1

 

 

 

4

 

–144

Umrechnungsdifferenzen

 

–5

 

–54

 

–16

 

–3

 

–6

 

–2

 

–2

 

 

 

–1

 

–84

Stand 31. Dezember 2017

 

65

 

2’051

 

667

 

150

 

224

 

155

 

43

 

4

 

18

 

3’312

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

 

 

41

 

2

 

5

 

8

 

150

 

 

 

 

 

1

 

207

Abgänge

 

–1

 

–34

 

–1

 

–1

 

–12

 

 

 

 

 

 

 

 

–48

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

 

11

 

9

 

 

 

2

 

2

 

4

 

 

 

 

 

28

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

–6

 

60

 

17

 

4

 

6

 

–83

 

–1

 

1

 

 

 

4

Umrechnungsdifferenzen

 

3

 

106

 

26

 

6

 

8

 

2

 

 

 

 

 

 

 

148

Stand 31. Dezember 2016

 

69

 

1’867

 

614

 

136

 

212

 

84

 

40

 

3

 

17

 

2’973

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschreibungen, kumuliert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31. Dezember 2018

 

–116

 

–999

 

–311

 

–81

 

–155

 

 

 

 

–10

 

–1’556

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

–1

 

–102

 

–18

 

–7

 

–13

 

 

 

 

 

 

 

–2

 

–142

Abgänge

 

 

 

93

 

4

 

3

 

10

 

 

 

 

 

 

 

1

 

111

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

 

444

 

–1

 

17

 

15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

475

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

–89

 

3

 

86

 

3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

92

Umrechnungsdifferenzen

 

3

 

36

 

7

 

2

 

4

 

 

 

 

 

 

 

1

 

50

Stand 31. Dezember 2017

 

–29

 

–1’473

 

–389

 

–99

 

–171

 

 

 

 

–10

 

–2’142

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

–1

 

–94

 

–17

 

–6

 

–12

 

 

 

 

 

 

 

–2

 

–131

Abgänge

 

1

 

32

 

1

 

1

 

11

 

 

 

 

 

 

 

 

 

45

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

4

 

2

 

–3

 

–2

 

1

 

 

 

 

 

 

 

 

–2

Umrechnungsdifferenzen

 

–1

 

–80

 

–16

 

–4

 

–7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

–107

Stand 31. Dezember 2016

 

–32

 

–1’333

 

–354

 

–88

 

–164

 

 

 

 

–8

 

–1’947

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilanzwerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31. Dezember 2018

 

84

 

442

 

252

 

51

 

56

 

182

 

45

 

4

 

14

 

1’046

Stand 31. Dezember 2017

 

36

 

578

 

278

 

51

 

53

 

155

 

43

 

4

 

8

 

1’170

Stand 31. Dezember 2016

 

37

 

534

 

260

 

48

 

48

 

84

 

40

 

3

 

9

 

1’026

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Die Werthaltigkeit der Anlagegüter und immateriellen Werte werden immer dann überprüft, wenn deren Buchwerte aufgrund veränderter Umstände oder Ereignisse allenfalls nicht mehr einbringbar sind. Dabei wird beim Eintreten einer solchen Situation der Wert ermittelt, der sich aufgrund der erwarteten zukünftigen Einnahmen als wieder einbringbar erweist. Als einbringbarer Wert gilt der höhere von abdiskontierten zukünftig erwarteten Nettogeldzuflüssen oder erwartetem Nettoveräusserungspreis. Sofern diese Werte geringer als deren aktueller Buchwert sind, findet eine Wertminderung des Buchwerts bis auf die Höhe des einbringbaren Werts statt. Diese Wertminderung wird erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Wichtige Annahmen dieser Berechnungen sind Wachstumsraten, Margen und Diskontsätze. Die effektiv erzielten Geldflüsse können stark von den abdiskontierten Projektionen abweichen.

Die Zeile «Veränderung Konsolidierungskreis» resultiert aus den Akquisitionen, vgl. Erläuterung 4.1 (4.1.1 Veränderung des Konsolidierungskreises). 

Der Nettobuchwert der Sachanlagen ist im Geschäftsjahr 2018 um CHF 124 Mio. auf CHF 1’046 Mio. gesunken (Vorjahr: CHF 1’170 Mio.), insbesondere aufgrund der Devestition der beiden Eisengiessereien in Singen und Mettmann (beide Deutschland) und dem darauf folgenden Verkauf von verbundener Produktionsausstattung. Zugänge zu den Sachanlagen sind hauptsächlich bedingt durch die Akquisition der Precicast Industrial Holding SA (Schweiz). Diese Bewegungen sind in der Zeile «Veränderung Konsolidierungskreis» aufgeführt. Details sind in der Erläuterung 4.1 aufgeführt.

Im Rahmen der Devestitionen in Singen und Mettmann wurden Land und Gebäude, die nicht Teil der Devestition waren, von den Sachanlagen in die nicht betrieblichen Liegenschaften reklassiert. Auch wurde im Nachgang der Devestition Produktionsausstattung in Höhe von CHF 58 Mio. an den neuen Eigentümer der Produktionsgesellschaften verkauft.

Der Verkehrswert der nicht betrieblichen Liegenschaften wurde durch interne Schätzungen auf Basis der Ertrags- und aktuellen Marktwerte ermittelt und betrug CHF 101 Mio. (Vorjahr: CHF 62 Mio.).

Die Veränderung in den Anlagen im Bau ist vor allem durch laufende Investitionsprojekte bedingt. Diese umfassen ein Innovations- und Produktionszentrum in Biel (Schweiz) für GF Machining Solutions in Höhe von CHF 43 Mio., die Sanierung eines Bürogebäudes in Schaffhausen (Schweiz) für GF Piping Systems in Höhe von CHF 7 Mio. sowie die laufende Investition in das Leichtmetall-Druckgusswerk in Mills River (USA) des Joint Ventures von GF Casting Solutions und Linamar Corporation in Höhe von CHF 35 Mio. sowie die Verschiebung von fertiggestellten Projekten in die Sachanlagen.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen und allfälliger Impairments bilanziert. Fremdkapitalkosten, die während der Erstellungsphase durch die Finanzierung von Anlagen im Bau entstehen, sind Teil der Anschaffungskosten, soweit wesentlich. Anlageobjekte, die über langfristige Leasingverträge als Finanzleasing beurteilt werden und finanziert sind, werden zum Barwert der Mindestleasingraten oder zum tieferen Verkehrswert bilanziert. Auf der Passivseite sind die entsprechenden Finanzleasingverpflichtungen ausgewiesen.

Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear über den Zeitraum der geschätzten Nutzungs- oder kürzeren Leasingdauer:

  • Nicht betriebliche Liegenschaften und betriebliche Gebäude: 30 bis 40 Jahre
  • Gebäudeeinrichtungen: 8 bis 20 Jahre
  • Maschinen und Produktionsanlagen: 6 bis 20 Jahre
  • Übrige Sachanlagen (Fahrzeuge, IT-Systeme usw.): 1 bis 5 Jahre
  • Anlagen im Bau werden im Normalfall nicht abgeschrieben.

Wenn Komponenten grösserer Anlagen unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden diese als separate Objekte abgeschrieben. Nutzungsdauern und Residualwerte werden jährlich per Bilanzstichtag überprüft, wobei allfällige Anpassungen erfolgswirksam erfasst werden. Alle sich aus dem ­Abgang von Sachanlagen ergebenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Bezüglich Anlagen im Leasing wird auf Erläuterung 3.3 (Leasing) verwiesen.

2.5 Entwicklung der immateriellen Anlagen

2.5 Entwicklung der immateriellen Anlagen

Die immateriellen Anlagen sind in die Positionen «Landnutzungsrechte», «Software» und «Lizenzen, Patente, Übrige» aufgegliedert. Diese stellen die wesentlichen Positionen der immateriellen Werte dar.

Im Berichtsjahr belaufen sich die immateriellen Anlagen auf CHF 34 Mio. (Vorjahr: CHF 29 Mio.).

Die Position «Landnutzungsrechte» ist auf CHF 13 Mio. (Vorjahr: CHF 10 Mio.) gestiegen. Der Hauptgrund für den Anstieg sind die erworbenen Landnutzungsrechte für die neue Fabrik in Changzhou (China) bei der Division GF Machining Solutions. Die Position «Software» ist ebenfalls auf CHF 13 Mio. (Vorjahr: CHF 10 Mio.) gestiegen. Die Hauptgründe für diesen Anstieg sind die Einführung von industrieller Software und SAP in verschiedenen Gesellschaften bei den Divisionen GF Piping Systems und GF Machining Solutions.

Die Position «Lizenzen, Patente, Übrige» in Höhe von CHF 8 Mio. (Vorjahr: CHF 9 Mio.) bleibt nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Goodwill

Bei einer theoretischen Aktivierung des Goodwills ergäben sich folgende Auswirkungen auf die Konzernrechnung:

Theoretischer Anlagespiegel Goodwill

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Anschaffungskosten

 

 

 

 

Stand 31. Dezember

 

655

 

608

 

 

 

 

 

Zugänge aus Akquisitionen

 

77

 

64

Anpassungen

 

–4

 

–1

Umrechnungsdifferenzen

 

–26

 

 

Stand 1. Januar

 

608

 

545

 

 

 

 

 

Amortisationen, kumuliert

 

 

 

 

Stand 31. Dezember

 

–526

 

–510

 

 

 

 

 

Zugänge planmässig

 

–38

 

–33

Umrechnungsdifferenzen

 

22

 

–2

Stand 1. Januar

 

–510

 

–475

 

 

 

 

 

Theoretische Nettobuchwerte

 

 

 

 

Stand 31. Dezember

 

129

 

98

Stand 1. Januar

 

98

 

70

Auswirkung Erfolgsrechnung

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Betriebliches Ergebnis (EBIT)

 

382

 

352

Return on Sales (EBIT-Marge) %

 

8,4

 

8,5

Amortisation Goodwill

 

–38

 

–33

Theoretisches betriebliches Ergebnis (EBIT) inkl. Amortisation Goodwill

 

344

 

319

Theoretischer Return on Sales (EBIT-Marge) %

 

7,5

 

7,7

 

 

 

 

 

Konzernergebnis

 

279

 

258

Amortisation Goodwill

 

–38

 

–33

Theoretisches Konzernergebnis inkl. Amortisation Goodwill

 

241

 

225

Auswirkung Bilanz

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Eigenkapital gemäss Bilanz

 

1’428

 

1’369

Theoretische Aktivierung Nettobuchwert Goodwill

 

129

 

98

Theoretisches Eigenkapital inkl. Nettobuchwert Goodwill

 

1’557

 

1’467

 

 

 

 

 

Eigenkapital in % der Bilanzsumme

 

41,5

 

37,9

Theoretisches Eigenkapital inkl. Nettobuchwert Goodwill in % der Bilanzsumme (inkl. Goodwill)

 

43,6

 

39,6

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Für Goodwill-Positionen, die im theoretischen Anlagespiegel aufgelistet sind, erfolgt die Prüfung auf Wertbeeinträchtigung aufgrund von Anzeichen, die darauf hindeuten, dass diese von einer solchen Wertbeeinträchtigung betroffen sein könnten. Falls solche Anzeichen bestehen, werden die mit dem Eigenkapital verrechneten Goodwill-Positionen einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, um den erzielbaren Wert zu bestimmen. Als Basis wird hierbei der Businessplan für die nächsten fünf Jahre herangezogen. Die Folgejahre werden mit einer ewigen Rente ohne Wachstumsrate berücksichtigt. Die Projektion basiert einerseits auf Erfahrungswerten und andererseits auf einer aktuellen Einschätzung des Managements zur wahrscheinlichen wirtschaftlichen Entwicklung des relevanten Markts. Dabei wird von keiner wesentlichen organisatorischen Änderung ausser den bereits beschlossenen und angekündigten Massnahmen ausgegangen.

Der aus Akquisitionen resultierende Goodwill wird per Erwerbszeitpunkt mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Die theoretische Amortisationsdauer beträgt fünf Jahre und die Amortisation erfolgt linear. Die Anpassung im Berichtsjahr in Höhe von CHF –4 Mio. (Vorjahr: CHF –1 Mio.) resultiert aus einer Anpassung des bedingten Kaufpreises von GF Casting Solutions SRL, Pitesti in Höhe von CHF –3,3 Mio. und von Microlution Inc in Höhe von CHF –0,2 Mio. Diese Anpassungen werden zusammen mit dem Goodwill über die verbleibende Amortisationsdauer abgeschrieben.

Zum Bilanzstichtag wurden keine Anzeichen für Wertbeeinträchtigungen festgestellt, mit Ausnahme der Goodwill-Positionen von Symmedia GmbH und Microlution Inc. Diese Goodwill-Positionen wurden folglich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. In beiden Fällen lagen die resultierenden erzielbaren Werte, welche den entsprechenden Nutzwerten entsprechen, über den entsprechenden Buchwerten.

Unter Verwendung des «Capital Asset Pricing Model» wurde für die Symmedia GmbH und die Microlution Inc ein individueller Kapitalkostensatz errechnet. Bei der Berechnung dieses Diskontsatzes wurde auf Daten einer relevanten Peer Group zurückgegriffen. Zudem wurden spezifische Werte für den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie, die Fremdkapitalkosten und den Steuersatz angesetzt.

Da für die Cashflow-Projektionen Geldflüsse nach Steuern zugrunde gelegt werden, ist auch der Diskontsatz unter Berücksichtigung von Steuereffekten festgelegt worden. Der Diskontsatz für die Symmedia GmbH wurde auf 7,0% und für die Microlution Inc auf 9,5% festgelegt.

Die Werthaltigkeit des theoretischen Goodwills konnte für beide Gesellschaften bestätigt werden.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden: Immaterielle Anlagen

Erworbene Lizenzen, Patente und ähnliche Rechte werden aktiviert und mit Ausnahme von Landnutzungsrechten über die geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear amortisiert. Landnutzungsrechte werden über die Dauer des eingeräumten Nutzungsrechts linear amortisiert. Auf dieser Position ergeben sich Nutzungsdauern von bis zu 50 Jahren. Software wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 1 Jahr bis 5 Jahren linear amortisiert.

Bei Unternehmenszusammenschlüssen wird der Goodwill zum Akquisitionszeitpunkt wie folgt ermittelt: der Kaufpreis zuzüglich der im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss angefallener Transaktionskosten abzüglich des erfassten Betrags an erworbenen, neubewerteten Nettoaktiven.

Der aus Akquisitionen resultierende positive oder negative Goodwill wird per Erwerbszeitpunkt mit den Gewinnreserven im Konzerneigenkapital verrechnet. Bei Veräusserung einer GF Konzerngesellschaft ist der zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill in die Erfolgsrechnung zu übertragen. Wenn der Kaufpreis von künftigen Ergebnissen abhängige Anteile enthält, werden diese im Erwerbszeitpunkt bestmöglich geschätzt und bilanziert. Ergeben sich bei der späteren definitiven Kaufpreisabrechnung Abweichungen, wird der mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill entsprechend angepasst.

Die Werthaltigkeit des Anlagevermögens (insbesondere Sachanlagen, immaterieller Anlagen, Finanzanlagen sowie des in der Schattenrechnung ausgewiesenen Goodwills) wird mindestens einmal jährlich beurteilt. Liegen Indikatoren einer Werteinbusse vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Werts (Impairment-Test) durchgeführt. Übersteigt der Buchwert eines Aktivums den realisierbaren Wert, erfolgt eine erfolgswirksame Wertanpassung. Da der Goodwill bereits zum Erwerbszeitpunkt mit dem Konzerneigenkapital verrechnet wird, führt eine Wertminderung beim Goodwill nicht zu einer Belastung der Erfolgsrechnung, sondern lediglich zu einer Offenlegung im Anhang.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden: Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden in dem Zeitraum, in dem sie anfallen, in der Erfolgsrechnung als Aufwand verbucht. Entwicklungs­kosten können nur und insoweit aktiviert werden, wenn nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt sind:

  • die Kosten sind klar definiert, dem Produkt oder Prozess klar zuordenbar und kalkulatorisch nachgewiesen
  • die technische Machbarkeit kann aufgezeigt werden
  • die Absicht besteht, das Produkt zu produzieren und zu vermarkten oder den Prozess anzuwenden
  • ein Markt besteht
  • die intern benötigten Ressourcen sind vorhanden
  • der aktivierte Betrag ist durch entsprechende zukünftige Cashflows gedeckt

2.6 Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungen und Eventualverbindlichkeiten

2.6 Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungen und Eventualverbindlichkeiten

2.6.1 Entwicklung der Rückstellungen

Mio. CHF

 

Personal und soziale Sicherheit

 

Gewähr- leistungen

 

Rechtsfälle

 

Belastende Verträge

 

Restruk- turierungs- rück- stellungen

 

Übrige Rück- stellungen

 

Rückstel- lungen

 

Latente Steuer- verpflich- tungen

 

Rück- stellungen und latente Steuer- ver- pflich- tungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestand am 31. Dezember 2018

 

62

 

33

 

18

 

16

 

 

20

 

149

 

63

 

212

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umbuchungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildung

 

11

 

23

 

8

 

7

 

 

 

11

 

60

 

17

 

77

Verbrauch

 

–5

 

–15

 

–2

 

–4

 

 

 

–1

 

–27

 

 

 

–27

Auflösung

 

–1

 

–8

 

–8

 

–5

 

 

 

–9

 

–31

 

–3

 

–34

Veränderung Konsolidierungskreis

 

–16

 

 

 

 

 

6

 

 

 

–4

 

–14

 

2

 

–12

Umrechnungsdifferenzen

 

–2

 

–2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

–4

 

 

 

–4

Bestand am 31. Dezember 2017

 

75

 

35

 

20

 

12

 

 

23

 

165

 

47

 

212

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umbuchungen

 

–1

 

1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildung

 

10

 

18

 

8

 

7

 

1

 

3

 

47

 

5

 

52

Verbrauch

 

–5

 

–11

 

–1

 

–3

 

–1

 

–1

 

–22

 

 

 

–22

Auflösung

 

–2

 

–5

 

–5

 

–3

 

 

 

–2

 

–17

 

–6

 

–23

Veränderung Konsolidierungskreis

 

1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

 

2

 

3

Umrechnungsdifferenzen

 

5

 

1

 

1

 

1

 

 

 

 

 

8

 

1

 

9

Bestand am 31. Dezember 2016

 

67

 

31

 

17

 

10

 

 

23

 

148

 

45

 

193

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fristigkeit der Rückstellungen 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– kurzfristig

 

4

 

21

 

2

 

6

 

 

5

 

38

 

 

 

38

– langfristig

 

58

 

12

 

16

 

10

 

 

15

 

111

 

63

 

174

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fristigkeit der Rückstellungen 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– kurzfristig

 

4

 

22

 

2

 

11

 

 

6

 

45

 

 

45

– langfristig

 

71

 

13

 

18

 

1

 

 

17

 

120

 

47

 

167

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit können Konzerngesellschaften in strittige Verfahren verwickelt werden. Rückstellungen für pendente Verfahren werden aufgrund der vorhandenen Informationen auf Basis eines realistischerweise zu erwartenden Geldabflusses bemessen. Je nach Ausgang dieser Verfahren können Ansprüche gegen den Konzern entstehen, deren Erfüllung möglicherweise nicht oder nicht vollständig durch Rückstellungen oder Versicherungsleistungen gedeckt ist. Bestehen vertragliche Verpflichtungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung dieser Verpflichtung höher sind (z.B. Drohverluste aus Lieferverträgen) als deren erwarteter wirtschaftlicher Nutzen, werden im Umfang der vereinbarten Mengen über die gesamte oder über eine vorsichtig abgeschätzte ­Dauer entsprechende Rückstellungen gebildet. Diese ­basieren auf Einschätzungen des Managements.

Die Bewertung der Rückstellungen aller Positionen basiert soweit vorhanden auf effektiven Daten (z.B. eingetretene oder gemeldete Schadenfälle) oder auf Erfahrungswerten der letzten Jahre sowie auf Einschätzungen des Managements. Die latenten Steuerverbindlichkeiten basieren auf temporären Bewertungsdifferenzen, die auf Stufe Konzerngesellschaft bilanziert werden.

Personal und soziale Sicherheit
Nicht mit der Altersvorsorge im engeren Sinn verbundene Aufwendungen wie Dienstaltersgeschenke oder Abfindungen sind in der Position «Personal und soziale Sicherheit» bilanziert und beliefen sich im Berichtsjahr auf CHF 62 Mio. (Vorjahr: CHF 75 Mio.).

Bei den langfristigen Rückstellungen der Position «Personal und soziale Sicherheit» in Höhe von CHF 58 Mio. (Vorjahr: CHF 71 Mio.) wird ein Mittelabfluss in durchschnittlich zehn Jahren erwartet; bei den langfristigen Rückstellungen der übrigen Positionen innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre.

Gewährleistungsrückstellungen
Die Gewährleistungsrückstellungen betragen CHF 33 Mio. (Vorjahr CHF 35 Mio.). Aufgrund des positiven Schadenverlaufs konnten CHF 8 Mio. aufgelöst werden. Demgegenüber stehen CHF 23 Mio. an Gewährleistungsrückstellungen, die neu gebildet werden mussten, sowie ein Verbrauch in Höhe von CHF 15 Mio.

38,5% der Gewährleistungsrückstellungen werden bei GF Machining Solutions und 24,0% bei GF Casting Solutions geführt, resultierend aus Reklamationsfällen und Schadenersatzforderungen an den verschiedenen Standorten.

Rechtsfälle
Die unter der Position «Rechtsfälle» gebildeten Rückstellungen verteilen sich auf eine Reihe von Einzelfällen in den Divisionen. Bei keinem der bestehenden Rechtsfälle wird mit einem geschätzten Mittelabfluss von über CHF 6 Mio. gerechnet.

Übrige Rückstellungen
Die Position «Übrige Rückstellungen» enthält Rückstellungen für Altersvorsorge in Höhe von CHF 3 Mio. (Vorjahr CHF 11 Mio.) sowie Rückstellungen für übrige betriebliche Risiken.

2.6.2 Rechnungsabgrenzungen

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Überzeit, Urlaub, Boni, Prämien

 

113

 

112

Passive Rechnungsabgrenzungen für Kommissionen und Rabattverpflichtungen

 

33

 

32

Passive Rechnungsabgrenzungen für Jahresabschlusskosten

 

4

 

4

Übrige passive Rechnungsabgrenzungen

 

103

 

110

Total

 

253

 

258

2.6.3 Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten beliefen sich auf CHF 125 Mio. (Vorjahr: CHF 0 Mio.) und umfassen Garantien gegenüber Nahestehenden zugunsten von Dritten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist durch die Umklassierung bestehender Garantien zugunsten von GF Konzerngesellschaften zu solchen zugunsten von Nahestehenden erklärt, wobei diese Umklassierung in den Devestitionen 2018 begründet ist. Diese Eventualverbindlichkeiten werden laufend über die nächsten fünf Jahre reduziert.