3. Finanzierung und Risikomanagement

3. Finanzierung und Risikomanagement

Dieses Kapitel beschreibt die Regelungen und Verfahren, die angewendet werden, um die Kapitalstruktur sowie die finanziellen Risiken, die damit verbunden sind, zu steuern. Das gesamte Kapital ist definiert als Eigenkapital und Nettoverschuldung. GF steuert seine Kapitalstruktur so, um die Gewinne der Aktionäre zu maximieren, eine optimale Kapitalkostenstruktur zu erhalten und die Flexibilität für Investitionen zu wahren.

3.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und verpfändete oder abgetretene Aktiven

3. Finanzierung und Risikomanagement

Dieses Kapitel beschreibt die Regelungen und Verfahren, die angewendet werden, um die Kapitalstruktur sowie die finanziellen Risiken, die damit verbunden sind, zu steuern. Das gesamte Kapital ist definiert als Eigenkapital und Nettoverschuldung. GF steuert seine Kapitalstruktur so, um die Gewinne der Aktionäre zu maximieren, eine optimale Kapitalkostenstruktur zu erhalten und die Flexibilität für Investitionen zu wahren.

3.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und verpfändete oder abgetretene Aktiven

3.1.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten

Die verzinslichen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Mio. CHF

 

Bis 1 Jahr

 

Bis 5 Jahre

 

Fälligkeit über 5 Jahre

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anleihen (zu festverzinslichen Sätzen)

 

 

 

149

 

425

 

574

 

524

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu festverzinslichen Sätzen) 1

 

46

 

56

 

 

 

102

 

136

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu variabel verzinslichen Sätzen)

 

98

 

2

 

 

 

100

 

128

Darlehen von Personalvorsorge- einrichtungen

 

4

 

 

 

 

 

4

 

28

Total

 

148

 

207

 

425

 

780

 

816

1 In dieser Position werden übrige Finanzverbindlichkeiten mit einer Zinsbindungsfrist von mehr als drei Monaten ausgewiesen.

Die Nettoverschuldung, die sich aus der Differenz des verzinslichen Fremdkapitals und den flüssigen Mitteln und Wertschriften ergibt, hat sich im Berichtsjahr um CHF 55 Mio. auf CHF 238 Mio. erhöht (Vorjahr: CHF 183 Mio.). Der Anstieg ist weitgehend auf den Verbrauch des freien Cashflows nach Akquisitionen (CHF 147 Mio.) für Akquisitionen und Ausschüttungen an die Aktionäre von GF von CHF 94 Mio. zurückzuführen. Der gegenläufige Effekt von CHF 69 Mio. stammt aus der Dekonsolidierung von Darlehen im Zug der Devestition von zwei Eisengussstandorten in Singen und Mettmann (beide Deutschland).

In der Betrachtungsperiode wurde durch die Platzierung eines Bondes in Höhe von CHF 200 Mio. mit einer Laufzeit von zehn Jahren das Liquiditätsprofil verbessert.

Die nachstehende Tabelle weist die einzelnen Positionen der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten detailliert nach entsprechenden Währungen und Zinssätzen aus:

Mio. CHF

 

Ausgabe- währung

 

Bereich Zinssatz %

 

2018

 

Ausgabe- währung

 

Bereich Zinssatz %

 

2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anleihen (zu festverzinslichen Sätzen)

 

 

 

 

 

574

 

 

 

 

 

524

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obligationsanleihe (Georg Fischer Finanz AG) 1,5% 2013-2018 (12. September) Nominalbetrag: CHF 150 Mio.

 

 

 

 

 

 

 

CHF

 

1,6

 

150

Obligationsanleihe (Georg Fischer Finanz AG) 2,5% 2013-2022 (12. September) Nominalbetrag: CHF 150 Mio.

 

CHF

 

2,6

 

149

 

CHF

 

2,6

 

149

Obligationsanleihe (Georg Fischer Finanz AG) 0,875% 2016-2026 (12. Mai) Nominalbetrag: CHF 225 Mio.

 

CHF

 

0,9

 

225

 

CHF

 

0,9

 

225

Obligationsanleihe (Georg Fischer AG) 1,05% 2018-2028 (12. April) Nominalbetrag: CHF 200 Mio.

 

CHF

 

1,06

 

200

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu festverzinslichen Sätzen) 1

 

 

 

 

 

102

 

 

 

 

 

136

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

USD

 

5,0

 

46

 

USD

 

5,0–7,2

 

25

 

 

CHF

 

1,1–1,5

 

29

 

CHF

 

1,1–1,5

 

21

 

 

EUR

 

1,9–5,0

 

17

 

EUR

 

2,5–5,0

 

72

 

 

CNY

 

6,1–7,6

 

7

 

CNY

 

6,1–7,6

 

11

 

 

Übrige

 

5,0

 

3

 

Übrige

 

5,0–13,3

 

7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Übrige Finanzverbindlichkeiten (zu variabel verzinslichen Sätzen)

 

 

 

 

 

100

 

 

 

 

 

128

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CNY

 

3,9–4,8

 

58

 

CNY

 

3,9–4,6

 

70

 

 

EUR

 

1,5–1,6

 

27

 

EUR

 

1,0–2,0

 

28

 

 

TRY

 

25,0

 

6

 

TRY

 

13,5–13,9

 

8

 

 

Übrige

 

0,0–4,3

 

9

 

Übrige

 

0,0–4,6

 

22

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darlehen von Personalvorsorge- einrichtungen

 

 

 

 

 

4

 

 

 

 

 

28

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CHF

 

1,0

 

4

 

CHF

 

1,0

 

2

 

 

EUR

 

 

 

 

EUR

 

6,0

 

26

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Total

 

 

 

 

 

780

 

 

 

 

 

816

1 In dieser Position werden übrige Finanzverbindlichkeiten mit einer Zinsbindungsfrist von mehr als drei Monaten ausgewiesen.

GF verfügt über folgenden Syndikatskredit:

Schuldner

 

Laufzeit

 

Kreditvolumen

 

Davon beansprucht

Georg Fischer AG/Georg Fischer Finanz AG

 

2015–2020

 

CHF 250 Mio.

 

CHF 0 Mio.

Der Syndikatskredit verschafft GF die notwendige Finanzierungssicherheit, um z.B. bei allfälligen Akquisitionen schnell handeln zu können. Der Kredit wurde im Berichtsjahr nicht benutzt. Er enthält neben anderen Bedingungen Covenants in Bezug auf den Verschuldungsgrad (ausgedrückt als Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA), den Zinsdeckungsgrad (ausgedrückt als Verhältnis von EBITDA zu Nettozinsaufwand) und die Eigenkapitalquote (ausgedrückt als Verhältnis von Eigenkapital zu Bilanzsumme). Darüber hinaus gelten zusätzliche Bedingungen, wie sie in Konsortialkreditverträgen üblich sind.

Die im Markt platzierten Obligationenanleihen und der Konsortialkredit unterliegen marktüblichen Cross-Default-Klauseln, wonach die ausstehenden Beträge fällig gestellt werden können, falls von der Gesellschaft oder einer ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften wegen Nichteinhaltung von Kreditbedingungen die vorzeitige Rückzahlung einer anderen finanziellen Verpflichtung gefordert wird. Am Bilanzstichtag waren die geltenden Kreditbedingungen eingehalten.

Das verzinsliche Fremdkapital beinhaltet zudem Darlehensschulden gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen in Höhe von CHF 4 Mio. (Vorjahr: CHF 28 Mio.). Der Rückgang ist auf die Dekonsolidierung von Darlehensschulden gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen im Zug der Devestition von zwei Eisengussstandorten in Singen und Mettmann (beide Deutschland) zurückzuführen (CHF 26 Mio.).

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bankdarlehen, Hypotheken und Anleihen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich erfolgswirksam auf Basis der Effektivzinsmethode ­erfasst. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert.

3.1.2 Verpfändete oder abgetretene Aktiven

Von den gesamten Aktiven sind CHF 16 Mio. (Vorjahr: CHF 36 Mio.) verpfändet oder beschränkt verfügbar.

Davon entfielen im Berichtsjahr CHF 8 Mio. (Vorjahr: CHF 28 Mio.) auf Grundstücke und Gebäude. Die Reduktion von CHF 20 Mio. resultierte hauptsächlich aus den Gesellschaften Hakan Plastik AS und Urecon Ltd in der Division GF Piping Systems. Beide Gesellschaften passten ihre Finanzierungsstruktur an.

Auf Maschinen und Produktionsanlagen entfielen CHF 2 Mio. (Vorjahr: CHF 3 Mio.) und auf Kundenforderungen entfielen CHF 6 Mio. (Vorjahr: CHF 5 Mio.). Inventarbestände wurden nicht verpfändet oder abgetreten.

Die verpfändeten bzw. abgetretenen Aktiven werden für die Sicherstellung von Bankkrediten verwendet.

3.2 Finanzergebnis

3.2 Finanzergebnis

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Zinsertrag

 

2

 

2

Finanzertrag

 

2

 

2

 

 

 

 

 

Zinsaufwand

 

31

 

28

Nettoverluste auf erfolgswirksam zum Marktwert bewerteten Finanzinstrumenten

 

3

 

3

Übriger Finanzaufwand

 

3

 

2

Finanzaufwand

 

37

 

33

3.3 Leasing

3.3 Leasing

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Leasingverpflichtung bis 1 Jahr

 

20

 

18

Leasingverpflichtung 1 bis 5 Jahre

 

58

 

42

Leasingverpflichtung über 5 Jahre

 

11

 

10

Operatives Leasing (Nominalwerte)

 

89

 

70

Die Verpflichtungen aus Finanzleasingverträgen beliefen sich auf CHF 14 Mio. (Vorjahr: CHF 8 Mio.) und entfallen im Wesentlichen auf das Leasing von Maschinen bei GF Piping Systems und GF Casting Solutions. Die Verpflichtungen aus Finanzleasingverträgen sind in der Position «Übrige festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten» erfasst und unter Erläuterung 3.1 (3.1.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten) ausgewiesen.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Verträge für Finanzleasing werden in den Sachanlagen und den übrigen Finanzverbindlichkeiten bilanziert, wenn Risiken und Nutzen bei Vertragsabschluss mehrheitlich an die GF Konzerngesellschaft übergehen. Die Leasingraten werden in Zinsaufwand und Tilgungsbetrag gemäss Annuitätenmethode aufgeteilt. Die Abschreibung der Leasinggegenstände erfolgt über die geschätzte Nutzungs- oder kürzere Leasingdauer. Zahlungen für operatives Leasing werden über die Leasingdauer erfolgswirksam im Betriebsaufwand erfasst.

3.4 Aktienkapital/Kapitalmanagement

3.4 Aktienkapital/Kapitalmanagement

Aktienkapital

Das Aktienkapital setzte sich per 31. Dezember 2018 aus 4’100’898 Namenaktien im Nennwert von je CHF 1 zusammen. Das dividendenberechtigte Nominalkapital betrug CHF 4’100’898.

Kapitalmanagement

Das vom Konzern bewirtschaftete Kapital entspricht dem konsolidierten Eigenkapital. Die Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Eigenkapital Aktionäre Georg Fischer AG

 

1’382

 

1’317

Minderheitsanteile

 

46

 

52

Eigenkapital

 

1’428

 

1’369

 

 

 

 

 

Total Aktiven

 

3’444

 

3’610

Eigenkapitalquote in %

 

41,5

 

37,9

 

 

 

 

 

Theoretisches Eigenkapital inkl. Nettobuchwert Goodwill

 

1’557

 

1’467

Theoretische Eigenkapitalquote inkl. Nettobuchwert Goodwill in %, Bilanzsumme inkl. Goodwill

 

43,6

 

39,6

 

 

 

 

 

Ausgewiesenes, durchschnittliches Eigenkapital

 

1’399

 

1’284

Konzernergebnis

 

279

 

258

Rendite auf dem ausgewiesenen, durchschnittlichen Eigenkapital in %

 

19,9

 

20,1

Die Zielsetzungen des Konzerns bei der Bewirtschaftung des Kapitals sind:

  • Wahrung einer gesunden und soliden Bilanzstruktur auf Basis von Fortführungswerten
  • Sicherstellung des notwendigen finanziellen Handlungsspielraums, um zukünftige Investitionen und Akquisitionen zu tätigen
  • Erzielung einer risikoadäquaten Rendite für Investoren

Der Konzern überwacht das Eigenkapital mittels der Kennzahlen «Eigenkapitalquote» und «Rendite auf dem Eigenkapital». Die Eigenkapitalquote entspricht dem Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme. Das Konzernergebnis in Prozent des durchschnittlichen Eigenkapitals ergibt die Rendite auf dem Eigenkapital. Diese Kennzahlen werden der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat mittels der internen Finanzberichterstattung regelmässig rapportiert. Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich, während die Bilanzsumme reduziert wurde, was per 31. Dezember 2018 zu einer erhöhten Eigenkapitalquote von 41,5% führt.

Als Industrieunternehmen will GF sich mit einer starken Bilanz mit einem soliden Eigenkapitalanteil positionieren. Mittelfristig strebt der Konzern eine Eigenkapitalquote von 35% bis 40% an. Das mittelfristige Ziel für die Rendite auf dem Eigenkapital liegt über 15%.

Der Konzern hat keine Covenants bezüglich eines Mindesteigenkapitals. Es besteht ein Covenant die Eigenkapitalquote betreffend.

Der Verwaltungsrat stellt der Generalversammlung der Georg Fischer AG den Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns. GF verfolgt eine ergebnisorientierte Dividendenpolitik und schüttet in der Regel 30% bis 40% des konsolidierten Jahresergebnisses an die Aktionäre aus. Die Ausschüttung erfolgt aus dem Bilanzgewinn. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2018 eine Ausschüttung in Form einer Dividende aus dem Bilanzgewinn in Höhe von gesamthaft CHF 25 pro Namenaktie vor (Vorjahr: CHF 23 pro Namenaktie). Per 31. Dezember 2018 betrug der Nennwert der Georg Fischer Namenaktie CHF 1.

Es bestehen ein genehmigtes Kapital und ein bedingtes Kapital in Höhe von maximal 600’000 Aktien. Der jeweilige Maximalbetrag des genehmigten bzw. des bedingten Kapitals reduziert sich in dem Umfang, in dem genehmigtes bzw. bedingtes Kapital durch Ausgabe von Wandel- oder Optionsanleihen bzw. von neuen Aktien geschaffen wird.

Bis spätestens zum 17. April 2020 existiert ein genehmigtes Aktienkapital in der Höhe von maximal CHF 600’000, eingeteilt in höchstens 600’000 Namenaktien zu nominal CHF 1.

Die nicht ausschüttbaren Reserven beliefen sich zum 31. Dezember 2018 auf CHF 90 Mio. (Vorjahr: CHF 84 Mio.).

3.5 Eigene Aktien

3.5 Eigene Aktien

 

 

 

 

 

 

2018

 

 

 

 

 

2017

 

 

Anzahl

 

Trans- aktions- preis (Ø) in CHF

 

An- schaffungs- kosten (Ø) in Mio. CHF

 

Anzahl

 

Trans- aktions- preis (Ø) in CHF

 

An- schaffungs- kosten (Ø) in Mio. CHF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestand per 31. Dezember

 

7’586

 

1’145,92

 

9

 

6’984

 

1’114,63

 

8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Käufe

 

10’460

 

1’185,02

 

12

 

19’020

 

967,68

 

18

Verkäufe

 

–2’629

 

1’302,79

 

–3

 

–16’959

 

908,08

 

–15

Übertragung (aktienbezogene Vergütung)

 

–7’229

 

1’161,47

 

–8

 

–7’415

 

920,16

 

–7

Kursveränderungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2

Bestand per 1. Januar

 

6’984

 

1’114,63

 

8

 

12’338

 

834,00

 

10

Per Ende 2018 wurden 7’586 eigene Aktien (Namenaktien, Vorjahr: 6’984) mit einem Nennwert von CHF 1 gehalten. Im Berichtsjahr wurden 10’460 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Transaktionswert von CHF 1’185,02 an der Börse erworben und 2’629 eigene Aktien mit einem durchschnittlichen Transaktionswert von CHF 1’302,79 über die Börse veräussert.

Gemäss dem Vergütungsmodell des Verwaltungsrats werden den Mitgliedern des Verwaltungsrats eine fixe Anzahl gesperrter Georg Fischer Namenaktien abgegeben. Gemäss dem langfristig ausgerichteten Vergütungsmodell wird der Konzernleitung eine leistungsabhängige Anzahl Georg Fischer Namenaktien (PS) zugeteilt. Die Zuteilung der leistungsabhängigen Namenaktien (PS) erfolgt unter Annahme der Werte «Gewinn je Aktie» (EPS) und «relative Aktienrendite» (rTSR) über die zukünftigen drei Jahre. Nach einem vom Verwaltungsrat festgelegten Plan wird den Mitgliedern des Senior Managements als langfristiger finanzieller Anreiz eine fixe Anzahl Georg Fischer Namenaktien abgegeben. Detailliertere Informationen finden sich im Vergütungsbericht.

7’136 Namenaktien werden voraussichtlich für aktienbezogene Vergütungen der Konzernleitung und des Senior Managements benötigt.

Die Zuteilung dieser aktienbezogenen Vergütungen erfolgt gemäss den Bedingungen der erwähnten Pläne. Die aktienbezogenen Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats, an die Mitglieder der Konzernleitung sowie die Namenaktien für das Senior Management werden zum Marktwert bewertet und zum Zeitpunkt der Zuteilung entsprechend dem Aufwand belastet, diejenigen für den Verwaltungsrat dem Betriebsaufwand, vgl. Erläuterung 1.3 (1.3.1 Betriebsaufwand), diejenigen für die Konzernleitung und das Senior Management dem Personalaufwand, vgl. Erläuterung 1.3 (1.3.2 Personalaufwand). Der Gesamtaufwand für die Aktienbeteiligungspläne betrug CHF 7 Mio. (Vorjahr: CHF 11 Mio.).

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Eigene Aktien werden mit ihrem Anschaffungswert als separate Minusposition im Eigenkapital erfasst. Mehr- oder Mindererlöse aus der Veräusserung eigener Aktien werden den Kapitalreserven gut­geschrieben bzw. belastet.

3.6 Risk Management

3.6 Risk Management

Enterprise Risk Management als ganzheitlicher Risikoprozess wurde im Jahr 2018 auf allen Stufen des Konzerns systematisch angewendet. Die drei Divisionen, die Konzernführung sowie alle wichtigen GF Konzerngesellschaften erstellten im Mai und November eine Risikoübersicht mit den wesentlichen Risiken in den Bereichen Strategie, Märkte, Betrieb, Management und Ressourcen, Finanzen sowie Nachhaltigkeit. Die Gliederung der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgte in vier Kategorien. Wo möglich und sinnvoll, wurden die erfassten Risiken unter Berücksichtigung von bereits umgesetzten Massnahmen quantifiziert; ansonsten kam eine qualitative Bewertung zur Anwendung.

Das aus Vertretern der Divisionen und der Konzernführung zusammengesetzte Risk Council unter der Leitung des Chief Risk Officers traf sich zu zwei Sitzungen, die folgende Themen zum Inhalt hatten: Optimierung der Berichterstattung von Nachhaltigkeitsrisiken, Behandlung und Bewertung von IT-Risiken sowie Analyse der Risikoübersichten der Divisionen und des Konzerns.

In Übereinstimmung mit der halbjährlichen Berichterstattung behandelten die Konzernleitung und das Management der Divisionen das Thema Enterprise Risk Management im Berichtsjahr je zweimal. Dabei wurden stufengerecht die wesentlichen Risiken von GF Konzerngesellschaften, Divisionen und Konzern bestimmt und geeignete Massnahmen zur Risikoreduzierung definiert. Der Verwaltungsrat befasste sich im September 2018 mit dem Thema Enterprise Risk Management. Dabei analysierte er die präsentierten Risikoübersichten und bestimmte die aus seiner Sicht wesentlichen Risiken und Massnahmen zur Risikominimierung.

Das stufenweise Vorgehen mit Workshops für das Management der Divisionen, die Konzernleitung und den Verwaltungsrat hat sich bewährt, ebenso die Prüfung der Risk Maps der GF Konzerngesellschaften durch die Interne Revision.

Als wesentliche Risiken wurden die Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums in China, die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten aufgrund der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie die nicht befriedigende Profitabilität von einzelnen Standorten der Division GF Casting Solutions in Europa erkannt. Massnahmen zur Reduzierung dieser und anderer Risiken wurden definiert und befinden sich in Übereinstimmung mit strategischen Zielen des Konzerns und der drei Divisionen in der Umsetzung.

Finanzielles Risikomanagement

Finanzielle Risiken Übersicht

 

Risikoquelle

 

Risikobewirtschaftung

 

 

 

 

 

a) Kreditrisiko

 

Ausfall der Gegenpartei von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder von Bankguthaben

 

Diversifizierung und Bonitätsprüfungen

b) Marktrisiko

 

 

 

 

– Währungsrisiko

 

Wareneinkäufe und -verkäufe in Fremdwährung und Finanzierung von Tochtergesellschaften in Fremdwährung

 

währungskongruentes Einkaufen und Produzieren sowie Absicherung durch Devisentermingeschäfte

– Zinsrisiko

 

unwesentlich

 

nicht notwendig

– Preisrisiko

 

unwesentlich

 

nicht notwendig

c) Liquiditätsrisiko

 

zur Zahlung fällige Verbindlichkeiten

 

permanente Überwachung der Liquidität, Liquiditätsreserven und unbenutzte Kreditlinien

Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung über das finanzielle Risikomanagement. Er hat das Audit Committee ­beauftragt, die Entwicklung und Durchsetzung der Grundsätze für das Risikomanagement zu überwachen. Das Audit Committee berichtet über diesen Sachverhalt regelmässig an den Verwaltungsrat.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren sowie Kontrollen zu etablieren. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen im Marktumfeld sowie bei den Tätigkeiten des Konzerns zu berücksichtigen. Es ist das Ziel, durch die bestehenden Ausbildungs- und Führungsrichtlinien sowie -prozesse ein Kontrollumfeld zu entwickeln, das einen disziplinierten und bewussten Umgang mit den Risiken gewährleistet. Das Audit Committee wird dabei vom Leiter Konzernstab Finanzen & Controlling unterstützt.

GF ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die das Kreditrisiko, das Marktrisiko (Währungs-, Zins- und Preisrisiko) und das Liquiditätsrisiko betreffen. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen Risiken sowie die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung und Absicherung der finanziellen Risiken.

Kreditrisiko

Das maximale Kreditrisiko per Bilanzstichtag stellt sich wie folgt dar:

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

697

 

754

Flüssige Mittel

 

533

 

624

Übrige Forderungen 1

 

32

 

31

Rechnungsabgrenzungen

 

15

 

16

Übrige Finanzanlagen 2

 

91

 

12

Derivative Finanzinstrumente

 

3

 

5

Total

 

1’371

 

1’442

1 Ohne Steuerrückforderungen.

2 Betrifft Darlehen an Dritte, Kautionen sowie langfristig gehaltene Wertschriften zur Sicherstellung von Pensionsverbindlichkeiten.

GF investiert seine liquiden Mittel vorwiegend als Einlagen bei bedeutenden schweizer und deutschen Banken mit einem Rating von mindestens BBB–. Gemäss der Anlagepolitik von GF werden diese Geschäfte nur mit kreditwürdigen kommerziellen Instituten abgewickelt. Diese Anlagen haben im Allgemeinen eine Laufzeit von unter drei Monaten. Daneben werden von den GF Konzerngesellschaften Kontokorrentguthaben bei Banken gehalten. Um die Gegenparteirisiken zu beschränken, werden die liquiden Mittel gezielt auf mehrere Banken verteilt. Der Maximalbetrag je Bank ist festgelegt in Abhängigkeit des Ratings der entsprechenden Banken.

Derivative Finanzinstrumente werden ebenfalls nur mit bedeutenden Gegenparteien mit einem Rating von mindestens BBB– abgeschlossen. Diese dienen der Absicherung von Währungsrisiken und Preisschwankungen beim Einkauf von Rohstoffen und Strom im Konzern.

Die Gefahr von Klumpenrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch die grosse Anzahl und die breite geografische Streuung der Kunden beschränkt. Das Ausmass des Kreditrisikos wird hauptsächlich durch die individuellen Charakteristiken jedes einzelnen Kunden bestimmt. Die Risikobeurteilung beinhaltet eine Prüfung der Kreditwürdigkeit basierend auf den finanziellen Verhältnissen des Kunden sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit. Im Rahmen der Überwachung der Ausfallrisiken werden Kunden aufgrund der relevanten Faktoren gruppiert. Dazu gehören die geografische Herkunft, die Branche sowie etwaige frühere finanzielle Schwierigkeiten.

Das maximale Kreditrisiko auf Finanzinstrumenten entspricht den Buchwerten der relevanten finanziellen Aktiven. Es bestehen keine nennenswerten Garantien und ähnlichen Verpflichtungen, die zu einer Erhöhung des Risikos über die Buchwerte hinaus führen könnten.

Währungsrisiko

Fremdwährungskurse

 

 

 

Durchschnittskurse

 

Jahresendkurse

CHF

 

 

2018

 

2017

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

AED

 

0,267

 

0,268

 

0,268

 

0,265

1

ARS

 

0,037

 

0,060

 

0,026

 

0,052

1

AUD

 

0,731

 

0,755

 

0,695

 

0,763

1

BRL

 

0,269

 

0,309

 

0,254

 

0,295

1

CAD

 

0,755

 

0,759

 

0,722

 

0,778

1

CNY

 

0,148

 

0,146

 

0,143

 

0,150

1

EUR

 

1,155

 

1,112

 

1,127

 

1,170

1

GBP

 

1,306

 

1,268

 

1,260

 

1,319

1

HKD

 

0,125

 

0,126

 

0,126

 

0,125

1

INR

 

0,014

 

0,015

 

0,014

 

0,015

1

MXN

 

0,051

 

0,052

 

0,050

 

0,050

1

MYR

 

0,243

 

0,229

 

0,238

 

0,241

1

NZD

 

0,677

 

0,700

 

0,661

 

0,695

1

RON

 

0,248

 

0,251

 

0,242

 

0,251

1

SGD

 

0,725

 

0,713

 

0,723

 

0,730

1

TRY

 

0,208

 

0,270

 

0,186

 

0,257

1

USD

 

0,979

 

0,985

 

0,984

 

0,976

100

CZK

 

4,504

 

4,227

 

4,381

 

4,583

100

DKK

 

15,496

 

14,944

 

15,091

 

15,718

100

JPY

 

0,886

 

0,878

 

0,895

 

0,867

100

KRW

 

0,089

 

0,087

 

0,088

 

0,092

100

NOK

 

12,036

 

11,920

 

11,328

 

11,892

100

PLN

 

27,111

 

26,122

 

26,198

 

28,015

100

SEK

 

11,264

 

11,537

 

10,989

 

11,888

100

THB

 

3,027

 

2,903

 

3,041

 

2,991

100

TWD

 

3,245

 

3,236

 

3,217

 

3,293

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kontraktwerte sowie die Marktwerte der per Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte (netto):

Mio. CHF

 

Fair Value Hedges

 

Cashflow Hedges

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nettowert

 

394

 

68

 

462

 

472

Marktwert 1

 

2

 

–1

 

1

 

2

Kontraktwert

 

396

 

67

 

463

 

474

1 Entspricht den unter den Wertschriften und übrigen Verbindlichkeiten bilanzierten Verkehrswerten.

Der Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken treten bei Transaktionen auf, die in von der Funktionalwährung der betroffenen GF Konzerngesellschaft unterschiedlichen Währungen stattfinden, insbesondere bei Wareneinkäufen und Warenverkäufen. Solche Transaktionen werden hauptsächlich in Euro und US-Dollar abgewickelt. Durch währungskongruentes Einkaufen und Produzieren der Waren werden die Fremdwährungsrisiken reduziert. Fallweise werden die verbleibenden Fremdwährungsrisiken über Devisentermingeschäfte in der Regel über höchstens zwölf Monate abgesichert.

Die Fair Value Hedges beinhalten Devisenterminkontrakte, die der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen an GF Konzerngesellschaften dienen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen werden für diese Kontrakte im Finanzergebnis ausgewiesen. Des Weiteren sind Devisenterminkontrakte enthalten, die der Absicherung von Währungs­risiken auf Forderungen und Verbindlichkeiten dienen. Wie die Währungseffekte auf der zugrunde liegenden Bilanzposition werden auch die Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen dieser Kontrakte in der Position «Übriger betrieblicher Ertrag» verbucht.

Die Cashflow Hedges dienen im Wesentlichen der Absicherung von Währungsrisiken künftiger Umsätze in Fremdwährung. Das Volumen der Devisenterminkontrakte ist auf maximal 75% der erwarteten Umsätze begrenzt. Dies ergibt eine vollständige Effektivität der Absicherung. In Einzelfällen wird ein höheres Verhältnis der Mittelflüsse abgesichert, z.B. für bestimmte Aufträge. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen werden direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Zeitpunkt der Fakturierung und Leistungserbringung erfolgt die Übertragung in die Erfolgsrechnung, wodurch die Devisenterminkontrakte zu Fair Value Hedges werden. Des Weiteren wurden in der Berichtsperiode in geringem Umfang Währungsrisiken künftiger Wareneinkäufe abgesichert.

In den Fair Value Hedges sind neben US-Dollar-Kontrakten auch die Kontrakte für Euro, türkische Lira, britisches Pfund und die übrigen ­Währungen enthalten. Sämtliche offenen Devisentermingeschäfte werden innert zwölf Monaten nach Bilanzstichtag fällig bzw. liquiditäts- und erfolgswirksam. Bei unveränderten Währungskursen würde den Mittelabflüssen von CHF 462 Mio. (brutto) ein Mittelzufluss von CHF 463 Mio. (brutto) entgegenstehen, woraus sich der positive Wiederbeschaffungswert in Höhe von CHF 1 Mio. ergibt. Auf Cashflow Hedges entfallen Mittelabflüsse von CHF 68 Mio. (brutto) und Mittelzuflüsse von CHF 67 Mio. (brutto).

Kontraktwerte, netto nach Währungen

Mio. CHF

 

2018

 

2017

 

 

 

 

 

USD/CHF

 

360

 

330

EUR/CHF

 

27

 

81

TRY/USD

 

13

 

10

GBP/EUR

 

4

 

10

CNY/USD

 

 

9

USD/SEK

 

9

 

7

SEK/CHF

 

7

 

7

GBP/CHF

 

4

 

7

JPY/CHF

 

7

 

6

SGD/CHF

 

8

 

4

EUR/TRY

 

5

 

Übrige

 

19

 

3

Total

 

463

 

474

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Derivative Finanzinstrumente, die der Kurssicherung solcher Bilanzpositionen dienen, werden zum Verkehrswert bewertet. Bei Absicherung von vertraglich vereinbarten zukünftigen Cashflows (Hedge Accounting) wird die Bewertung des wirksamen Anteils von Veränderungen des Fair Values der Sicherungsinstrumente erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Besteht ein ineffektiver Teil, wird dieser sofort erfolgswirksam erfasst. Sobald aus dem abgesicherten Grundgeschäft ein Vermögenswert oder eine Verpflichtung resultiert, werden die vorgängig im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste ausgebucht und gleichzeitig mit dem Bewertungseffekt aus dem abgesicherten Grundgeschäft in die Erfolgsrechnung übertragen.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko teilt sich auf in Veränderungen der zukünftigen Zinszahlungen aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes und in ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwerts, d.h. das Risiko, dass sich der Marktwert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes verändert.

Marktwert-Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Finanzinstrumente: Im Konzern werden keine Marktwertschwankungen von festverzinslichen Finanzinstrumenten in der Erfolgsrechnung verbucht. Deshalb würde eine Veränderung der Zinssätze die ­Erfolgsrechnung nicht beeinflussen. Hedge Accounting für Zinssicherungsgeschäfte wurde bisher nicht angewendet.

Cashflow-Sensitivitätsanalyse für variabel verzinsliche Finanzinstrumente: Eine Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt hätte das Konzernergebnis vor Steuern um CHF 4,2 Mio. (Vorjahr: CHF 5,0 Mio.) erhöht. Eine entsprechende Reduktion des Zinssatzes hätte eine entsprechende Auswirkung in umgekehrter Richtung gehabt. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben.

Preisrisiko

Die zum Handel gehaltenen Wertschriften in Höhe von CHF 6 Mio. unterliegen dem Preisrisiko (Börsenkurs). Aufgrund des nicht wesentlichen Umfangs dieser Titel besteht keine grosse Anfälligkeit auf Änderungen des Börsenkurses. Es handelt sich bei diesen Wertschriften vorwiegend um Schweizer Standardwerte.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten (inkl. Zinsen) der vom Konzern gehaltenen Finanzverbindlichkeiten:

Mio. CHF

 

Buchwert

 

Vertragliche Cashflows

 

Bis 1 Jahr

 

1 bis 5 Jahre

 

Über 5 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

498

 

498

 

498

 

 

 

 

Anleihen

 

574

 

631

 

8

 

181

 

442

Übrige Finanzverbindlichkeiten

 

202

 

227

 

155

 

72

 

Rechnungsabgrenzungen

 

253

 

253

 

253

 

 

 

 

Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig 1

 

95

 

95

 

56

 

35

 

4

Total

 

1’622

 

1’704

 

970

 

288

 

446

1 Für weitere Details vgl. Erläuterung 2.3 (2.3.1 Übrige Verbindlichkeiten).

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass GF seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann.

Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Einerseits werden Liquiditätsreserven gehalten, um übliche Schwankungen im Mittelbedarf ausgleichen zu können. Andererseits stehen nicht beanspruchte Kreditlinien zur Verfügung, um grössere Schwankungen auffangen zu können. Der Totalbetrag an unbenutzten Kreditlinien per 31. Dezember 2018 belief sich auf CHF 591 Mio. (Vorjahr: CHF 577 Mio.). Die Kreditlinien sind auf mehrere Banken verteilt, sodass keine massgebliche Abhängigkeit von einem einzelnen Bankinstitut besteht.