2. Investiertes Kapital

Dieses Kapitel beschreibt das Umlaufvermögen und das kurzfristige Fremdkapital, das zur operativen Liquidität im Konzern beiträgt. Weiter gibt dieses Kapitel einen Überblick über die wichtigsten Sachanlagen sowie immateriellen Anlagen, die von den GF Konzerngesellschaften benötigt werden, um Produkte und Dienstleistungen für ihre Kunden bereitzustellen. Zuletzt zeigt es die Entwicklung des in der Schattenrechnung geführten Goodwills und den theoretischen Einfluss seiner Aktivierung und anschliessenden Amortisation.

2.1Forderungen

2.1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Regionen

in CHF

2019
2018
Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Bruttowerte

 

624

 

725

 

 

 

 

 

Einzelwertberichtigungen

 

–6

 

–5

Pauschalwertberichtigungen

 

–21

 

–23

Nettowerte

 

597

 

697

 

 

 

 

 

Europa

 

235

 

295

– Davon Deutschland

 

36

 

88

– Davon Schweiz

 

21

 

35

– Davon Übriges Europa

 

178

 

172

Nord-/Südamerika

 

89

 

104

Asien

 

234

 

259

– Davon China

 

166

 

194

– Davon Übriges Asien

 

68

 

65

Übrige Welt

 

39

 

39

Total

 

597

 

697

Die Altersgliederung der Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind, stellte sich per Bilanzstichtag wie folgt dar:

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

 

 

 

 

2019

 

2018

Mio. CHF

 

Forderung nach Einzelwert- berichtigung

 

Pauschale Wertberichtigung

 

Forderung nach Einzelwert- berichtigung

 

Pauschale Wertberichtigung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nicht fällig

 

478

 

1

 

557

 

 

Seit 1 bis 30 Tagen überfällig

 

47

 

 

 

76

 

 

Seit 31 bis 90 Tagen überfällig

 

49

 

 

 

52

 

 

Seit 91 bis 180 Tagen überfällig

 

22

 

6

 

19

 

8

Seit mehr als 180 Tagen überfällig

 

22

 

14

 

16

 

15

Total

 

618

 

21

 

720

 

23

Die Einzelwertberichtigungen beliefen sich auf CHF 6 Mio. (Vorjahr: CHF 5 Mio.). Es wird davon ausgegangen, dass ein Teil der zugrunde liegenden Forderungen noch eingehen wird. Bei den nicht fälligen Forderungen handelt es sich vorwiegend um Forderungen aus lange bestehenden Kundenbeziehungen. Aufgrund der Erfahrungswerte erwartet GF keine nennenswerten Ausfälle. Weitere Angaben zum Kreditmanagement bezüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen finden sich in der Erläuterung 3.6.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Forderungen werden zu Nominalwerten bilanziert. Wertberichtigungen werden aufgrund der Fälligkeitsstruktur und der erkennbaren Bonitätsrisiken bestimmt. Neben Einzelwertberichtigungen für spezifisch bekannte Forderungsrisiken werden zusätzliche Wertberichtigungen anhand statistischer Erhebungen über das Ausfallrisiko gebildet.

2.1.2 Forderungen aus Ertragssteuern

Von den Forderungen aus Ertragssteuern in Höhe von CHF 22 Mio. (Vorjahr: CHF 11 Mio.) entfielen CHF 8 Mio. auf Deutschland, CHF 4 Mio. auf Schweden, CHF 3 Mio. auf die USA, CHF 2 Mio. auf Österreich, je CHF 1 Mio. auf die Schweiz, Indien und die Türkei und CHF 2 Mio. auf übrige Länder. 

2.1.3 Übrige Forderungen

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Steuerrückforderungen aus indirekten Steuern

 

32

 

30

Diverse kurzfristige Forderungen

 

25

 

32

Total

 

57

 

62

2.2Vorräte

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Fertigfabrikate

 

505

 

495

Rohstoffe und Produktionsteile

 

225

 

242

Fabrikate in Arbeit

 

180

 

180

Bruttowert Inventarbestände

 

910

 

917

 

 

 

 

 

Wertberichtigungen

 

–159

 

–138

Vorräte

 

751

 

779

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Handelswaren werden in der Regel zu durchschnittlichen Einstandskosten, selbst erstellte Erzeugnisse zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie einen Teil der anzurechnenden Gemeinkosten. Skontoabzüge werden als Anschaffungspreisminderungen behandelt. Falls der Nettoverkaufswert tiefer ist, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vorratsbestände, die eine ungenügende Lagerumschlagshäufigkeit aufweisen, werden teil- oder vollwertberichtigt.

2.3Verbindlichkeiten

2.3.1 Übrige Verbindlichkeiten

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Sozialversicherungsbeiträge

 

19

 

17

Diverse Verbindlichkeiten

 

39

 

39

Derivative Finanzinstrumente

 

1

 

2

Sonstige Steuerverbindlichkeiten (z.B. Quellensteuer)

 

26

 

37

Total

 

85

 

95

- Davon kurzfristig

 

56

 

56

- Davon langfristig

 

29

 

39

2.3.2 Derivative Finanzinstrumente

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

 

 

 

 

 

 

2019

 

2018

Mio. CHF

 

Nominalwert

 

Positiver Marktwert

 

Negativer Marktwert

 

Nominalwert

 

Positiver Marktwert

 

Negativer Marktwert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Basiswert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Devisen

 

443

 

5

 

–1

 

463

 

3

 

–2

Übrige Basiswerte

 

 

 

 

 

 

 

2

 

 

 

 

Total

 

443

 

5

 

–1

 

465

 

3

 

–2

Der GF Konzern setzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen seines konzernweiten Risikomanagements ein. Währungsrisiken von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzierungen in Fremdwährung werden teilweise abgesichert. Als Absicherungsinstrumente werden  Devisentermingeschäfte mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten verwendet. Siehe auch Erläuterung 3.6

2.3.3 Kategorien von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Nominalwerte aller Finanzinstrumente pro Kategorie. Betreffend Marktwerte der Anleihen vgl. Erläuterung 3.1 (3.1.1 Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten).

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Finanzinstrumente (aktiv)

 

 

 

 

Flüssige Mittel (ohne Festgelder)

 

514

 

504

 

 

 

 

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

597

 

697

Festgelder

 

7

 

29

Übrige Forderungen 1

 

25

 

32

Rechnungsabgrenzungen

 

19

 

15

Übrige Finanzanlagen 2

 

110

 

91

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Forderungen

 

758

 

864

 

 

 

 

 

Aktien und Fonds

 

4

 

6

Finanzinstrumente erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet

 

4

 

6

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente (Forderungen)

 

5

 

3

 

 

 

 

 

Finanzinstrumente (passiv)

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

466

 

498

Anleihen

 

574

 

574

Übrige Finanzverbindlichkeiten

 

187

 

202

Rechnungsabgrenzungen 3

 

234

 

253

Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig 4

 

84

 

93

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten

 

1'545

 

1'620

 

 

 

 

 

Derivative Finanzinstrumente (Verbindlichkeiten)

 

1

 

2

1 In der Bilanzposition «Übrige Forderungen» sind Steuerrückforderungen enthalten. Für weitere Details vgl. [Erläuterung 2.1.3] Übrige Forderungen.

2 Betrifft Darlehen an Dritte, Kautionen sowie langfristig gehaltene Wertschriften zur Sicherstellung von Pensionsverbindlichkeiten. Für weitere Details vgl. [Erläuterung 5.2].

3 Für weitere Details vgl. [Erläuterung 2.6.2] Rechnungsabgrenzungen.

4 In den Bilanzpositionen «Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig» sind derivative Finanzinstrumente enthalten. Für weitere Details vgl. [Erläuterung 2.3.1] Übrige Verbindlichkeiten.

Der Buchwert der zum Verkehrswert bilanzierten Wertschriften und kotierten Minderheitsbeteiligungen wird aufgrund der am Bilanzstichtag geltenden Börsenkurse ermittelt. Der Verkehrswert der bilanzierten derivativen Finanzinstrumente richtet sich nach dem Marktwert per Bilanzstichtag.

2.4Entwicklung der Sachanlagen

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

Nicht betriebliche Liegen- schaften

 

Maschinen und Produktions- anlagen

 

Gebäude

 

Gebäude- einrichtungen

 

Übrige Sachanlagen

 

Anlagen im Bau

 

Grund- stücke

 

Unbebaute Grundstücke

 

Anlagen in Leasing

 

Betriebliche Sachanlagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschaffungswerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31. Dezember 2019

 

196

 

1’414

 

603

 

159

 

230

 

133

 

44

 

4

 

23

 

2’610

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

 

 

39

 

13

 

3

 

9

 

132

 

 

 

 

 

 

 

196

Abgänge

 

–19

 

–33

 

–3

 

–1

 

–7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

–44

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

 

–53

 

 

 

–3

 

–5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

–61

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

21

 

58

 

42

 

30

 

27

 

–178

 

 

 

 

 

 

 

–21

Umrechnungsdifferenzen

 

–6

 

–38

 

–12

 

–2

 

–5

 

–3

 

–1

 

 

 

–1

 

–62

Stand 31. Dezember 2018

 

200

 

1’441

 

563

 

132

 

211

 

182

 

45

 

4

 

24

 

2’602

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

2

 

44

 

7

 

5

 

11

 

160

 

5

 

 

 

4

 

236

Abgänge

 

–2

 

–159

 

–5

 

–3

 

–10

 

 

 

 

 

 

 

–1

 

–178

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

 

–493

 

3

 

–27

 

–19

 

–4

 

 

 

 

 

 

 

–540

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

140

 

52

 

–93

 

10

 

11

 

–127

 

–1

 

 

 

4

 

–144

Umrechnungsdifferenzen

 

–5

 

–54

 

–16

 

–3

 

–6

 

–2

 

–2

 

 

 

–1

 

–84

Stand 31. Dezember 2017

 

65

 

2’051

 

667

 

150

 

224

 

155

 

43

 

4

 

18

 

3’312

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Abschreibungen, kumuliert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31. Dezember 2019

 

–119

 

–974

 

–313

 

–83

 

–172

 

–2

 

 

 

 

 

–12

 

–1’556

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

–2

 

–79

 

–16

 

–7

 

–16

 

 

 

 

 

 

 

–3

 

–121

Impairment

 

 

 

–8

 

–2

 

 

 

 

 

–2

 

 

 

 

 

 

 

–12

Abgänge

 

5

 

32

 

2

 

1

 

6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

41

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

 

39

 

 

 

2

 

3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

44

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

–10

 

15

 

9

 

1

 

–13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12

Umrechnungsdifferenzen

 

4

 

26

 

5

 

1

 

3

 

 

 

 

 

 

 

1

 

36

Stand 31. Dezember 2018

 

–116

 

–999

 

–311

 

–81

 

–155

 

 

 

 

 

 

 

–10

 

–1’556

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zugänge

 

–1

 

–102

 

–18

 

–7

 

–13

 

 

 

 

 

 

 

–2

 

–142

Abgänge

 

 

 

93

 

4

 

3

 

10

 

 

 

 

 

 

 

1

 

111

Veränderung Konsolidierungskreis

 

 

 

444

 

–1

 

17

 

15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

475

Übrige Veränderungen, Umbuchungen

 

–89

 

3

 

86

 

3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

92

Umrechnungsdifferenzen

 

3

 

36

 

7

 

2

 

4

 

 

 

 

 

 

 

1

 

50

Stand 31. Dezember 2017

 

–29

 

–1’473

 

–389

 

–99

 

–171

 

 

 

 

 

 

 

–10

 

–2’142

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilanzwerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand 31. Dezember 2019

 

77

 

440

 

290

 

76

 

58

 

131

 

44

 

4

 

11

 

1’054

Stand 31. Dezember 2018

 

84

 

442

 

252

 

51

 

56

 

182

 

45

 

4

 

14

 

1’046

Stand 31. Dezember 2017

 

36

 

578

 

278

 

51

 

53

 

155

 

43

 

4

 

8

 

1’170

Die Veränderung in den Anlagen im Bau ist vor allem durch laufende Investitionsprojekte bedingt. Diese umfassen die Sanierung des Bürogebäudes in Schaffhausen (Schweiz) für GF Piping Systems in Höhe von CHF 13 Mio., laufende Investitionen in das neue Innovations- und Produktionszentrum in Biel (Schweiz), den Ausbau des Werks in Changzhou (China) in Höhe von jeweils CHF 9 Mio. für GF Machining Solutions, die laufende Investition in das Leichtmetall-Druckgusswerk in Mills River (USA), des Joint Ventures von GF Casting Solutions und Linamar Corporation in Höhe von CHF 48 Mio. sowie die Verschiebung von fertiggestellten Projekten in die Sachanlagen.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Die Werthaltigkeit der Anlagegüter und immateriellen Werte werden immer dann überprüft, wenn deren Buchwerte aufgrund veränderter Umstände oder Ereignisse allenfalls nicht mehr einbringbar sind. Dabei wird beim Eintreten einer solchen Situation der Wert ermittelt, der sich aufgrund der erwarteten zukünftigen Einnahmen als wieder einbringbar erweist. Als einbringbarer Wert gilt der höhere von abdiskontierten zukünftig erwarteten Nettogeldzuflüssen oder erwartetem Nettoveräusserungspreis. Sofern diese Werte geringer als deren aktueller Buchwert sind, findet eine Wertminderung des Buchwerts bis auf die Höhe des einbringbaren Werts statt. Diese Wertminderung wird erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Wichtige Annahmen dieser Berechnungen sind Wachstumsraten, Margen und Diskontsätze. Die effektiv erzielten Geldflüsse können stark von den abdiskontierten Projektionen abweichen.

Die Zeile «Veränderung Konsolidierungskreis» resultiert aus den Akquisitionen und Devestitionen, vgl. Erläuterung 4.1 (4.1.2 Akquisitionen und Devestitionen).

Beschlossene Sachanlageninvestitionen, die in den Jahren 2020 bis 2024 liquiditätswirksam werden, betragen CHF 78 Mio. Diese betreffen im Wesentlichen Investitionen für die Division GF Piping Systems in Höhe von CHF 31 Mio. und GF Casting Solutions in Höhe von CHF 37 Mio.

Die Gesamtbewegungen in der Zeile «Übrige Veränderungen, Umbuchungen» erklären sich aus der Umgliederung eines betrieblichen Gebäudes in den nicht betrieblichen Bereich als Folge der Devestition der Eisengiesserei in Herzogenburg, der in die Kategorie Sachanlagen umgebuchte Formen- und Werkzeugausstattung in China, die davor dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, sowie Umbuchungen von Maschinen ins Lager zwecks späterem Verkauf an Kunden für Demonstrationszwecke.

In den nichtbetrieblichen Liegenschaften ist der Verkauf von Liegenschaften in Garching (Deutschland) und Schaffhausen (Schweiz) als Abgang erfasst. Der Verkehrswert der nicht betrieblichen Liegenschaften wurde durch interne Schätzungen auf Basis der Ertrags- und aktuellen Marktwerte ermittelt und betrug CHF 112 Mio. (Vorjahr: CHF 101 Mio.).

Die ausserplanmässigen Abschreibungen in Höhe von CHF 12 Mio. sind gänzlich der im zweiten Halbjahr angesetzten Produktionsverlagerungen aus dem Werk in Werdohl (Deutschland) geschuldet.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Die Werthaltigkeit der Anlagegüter und immateriellen Werte werden immer dann überprüft, wenn deren Buchwerte aufgrund veränderter Umstände oder Ereignisse allenfalls nicht mehr einbringbar sind. Dabei wird beim Eintreten einer solchen Situation der Wert ermittelt, der sich aufgrund der erwarteten zukünftigen Einnahmen als wieder einbringbar erweist. Als einbringbarer Wert gilt der höhere von abdiskontierten zukünftig erwarteten Nettogeldzuflüssen oder erwartetem Nettoveräusserungspreis. Sofern diese Werte geringer als deren aktueller Buchwert sind, findet eine Wertminderung des Buchwerts bis auf die Höhe des einbringbaren Werts statt. Diese Wertminderung wird erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Wichtige Annahmen dieser Berechnungen sind Wachstumsraten, Margen und Diskontsätze. Die effektiv erzielten Geldflüsse können stark von den abdiskontierten Projektionen abweichen.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen und allfälliger Impairments bilanziert. Fremdkapitalkosten, die während der Erstellungsphase durch die Finanzierung von Anlagen im Bau entstehen, sind Teil der Anschaffungskosten, soweit wesentlich. Anlageobjekte, die über langfristige Leasingverträge als Finanzleasing beurteilt werden und finanziert sind, werden zum Barwert der Mindestleasingraten oder zum tieferen Verkehrswert bilanziert. Auf der Passivseite sind die entsprechenden Finanzleasingverpflichtungen ausgewiesen.

Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear über den Zeitraum der geschätzten Nutzungs- oder kürzeren Leasingdauer:

  • Nicht betriebliche Liegenschaften und betriebliche Gebäude: 30 bis 40 Jahre
  • Gebäudeeinrichtungen: 8 bis 20 Jahre
  • Maschinen und Produktionsanlagen: 6 bis 20 Jahre
  • Übrige Sachanlagen (Fahrzeuge, IT-Systeme usw.): 1 bis 5 Jahre
  • Anlagen im Bau werden im Normalfall nicht abgeschrieben.

Wenn Komponenten grösserer Anlagen unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden diese als separate Objekte abgeschrieben. Nutzungsdauern und Residualwerte werden jährlich per Bilanzstichtag überprüft, wobei allfällige Anpassungen erfolgswirksam erfasst werden. Alle sich aus dem ­Abgang von Sachanlagen ergebenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Bezüglich Anlagen im Leasing wird auf Erläuterung 3.3 verwiesen.

2.5Entwicklung der immateriellen Anlagen

Die immateriellen Anlagen sind in die Positionen «Landnutzungsrechte», «Software» und «Lizenzen, Patente, Übrige» aufgegliedert. Diese stellen die wesentlichen Positionen der immateriellen Werte dar.

Im Berichtsjahr beliefen sich die immateriellen Anlagen auf CHF 34 Mio. (Vorjahr: CHF 34 Mio.).

Die Position «Landnutzungsrechte» in Höhe von CHF 12 Mio. (Vorjahr: CHF 13 Mio.) und die Position «Lizenzen, Patente, Übrige» in Höhe von CHF 7 Mio. (Vorjahr: CHF 8 Mio.) bleiben nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. 

Die Position «Software» ist auf CHF 15 Mio. (Vorjahr: CHF 13 Mio.) gestiegen. Die Hauptgründe für diesen Anstieg sind die Einführung von industrieller Software und SAP in verschiedenen Gesellschaften bei den Divisionen GF Piping Systems und GF Machining Solutions.

Goodwill

Bei einer theoretischen Aktivierung des Goodwills ergäben sich folgende Auswirkungen auf die Konzernrechnung:

Theoretischer Anlagespiegel Goodwill

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Anschaffungskosten

 

 

 

 

Stand 31. Dezember

 

646

 

655

 

 

 

 

 

Zugänge aus Akquisitionen

 

3

 

77

Anpassungen

 

6

 

–4

Umrechnungsdifferenzen

 

–18

 

–26

Stand 1. Januar

 

655

 

608

 

 

 

 

 

Amortisationen, kumuliert

 

 

 

 

Stand 31. Dezember

 

–546

 

–526

 

 

 

 

 

Zugänge planmässig

 

–36

 

–38

Umrechnungsdifferenzen

 

16

 

22

Stand 1. Januar

 

–526

 

–510

 

 

 

 

 

Theoretische Nettobuchwerte

 

 

 

 

Stand 31. Dezember

 

100

 

129

Stand 1. Januar

 

129

 

98

Auswirkung Erfolgsrechnung

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Betriebliches Ergebnis (EBIT)

 

235

 

382

Return on Sales (EBIT-Marge) %

 

6,3

 

8,4

Amortisation Goodwill

 

–36

 

–38

Theoretisches betriebliches Ergebnis (EBIT) inkl. Amortisation Goodwill

 

199

 

344

Theoretischer Return on Sales (EBIT-Marge) %

 

5,3

 

7,5

 

 

 

 

 

Konzernergebnis

 

172

 

279

Amortisation Goodwill

 

–36

 

–38

Theoretisches Konzernergebnis inkl. Amortisation Goodwill

 

136

 

241

Auswirkung Bilanz

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Eigenkapital gemäss Bilanz

 

1'438

 

1'428

Theoretische Aktivierung Nettobuchwert Goodwill

 

100

 

129

Theoretisches Eigenkapital inkl. Nettobuchwert Goodwill

 

1'538

 

1'557

 

 

 

 

 

Eigenkapital in % der Bilanzsumme

 

43,0

 

41,5

Theoretisches Eigenkapital inkl. Nettobuchwert Goodwill in % der Bilanzsumme (inkl. Goodwill)

 

44,7

 

43,6

Der aus Akquisitionen resultierende Goodwill wird per Erwerbszeitpunkt mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Die theoretische Amortisationsdauer beträgt fünf Jahre und die Amortisation erfolgt linear. Die Anpassung im Berichtsjahr in Höhe von CHF 6 Mio. (Vorjahr: CHF –4 Mio.) resultiert aus einer Anpassung des bedingten Kaufpreises von Microlution Inc in Höhe von CHF –0,7 Mio. und einer Anpassung der langfristig angelegten Wertschriften im Rahmen von möglichen überobligatorischen Verbindlichkeiten der GF Precicast SA in Höhe von CHF 7 Mio., vgl. Erläuterung 5.1. Diese Anpassungen werden zusammen mit dem Goodwill über die verbleibende Amortisationsdauer abgeschrieben.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Für Goodwill-Positionen, die im theoretischen Anlagespiegel aufgelistet sind, erfolgt die Prüfung auf Wertbeeinträchtigung aufgrund von Anzeichen, die darauf hindeuten, dass diese von einer solchen Wertbeeinträchtigung betroffen sein könnten. Falls solche Anzeichen bestehen, werden die mit dem Eigenkapital verrechneten Goodwill-Positionen einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, um den erzielbaren Wert zu bestimmen. Als Basis wird hierbei der Businessplan für die nächsten fünf Jahre herangezogen. Die Folgejahre werden mit einer ewigen Rente ohne Wachstumsrate berücksichtigt. Die Projektion basiert einerseits auf Erfahrungswerten und andererseits auf einer aktuellen Einschätzung des Managements zur wahrscheinlichen wirtschaftlichen Entwicklung des relevanten Markts. Dabei wird von keiner wesentlichen organisatorischen Änderung ausser den bereits beschlossenen und angekündigten Massnahmen ausgegangen.

Zum Bilanzstichtag wurden keine Anzeichen für Wertbeeinträchtigungen festgestellt, mit Ausnahme der Goodwill-Positionen von GF Urecon Ltd., GF Precicast SA und GF Casting Solutions SRL. Diese Goodwill-Positionen wurden folglich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. In allen drei Fällen lagen die resultierenden erzielbaren Werte, die den entsprechenden Nutzwerten entsprechen, über den entsprechenden Buchwerten.

Unter Verwendung des «Capital Asset Pricing Model» wurde für GF Urecon Ltd., GF Precicast SA und GF Casting Solutions SRL ein individueller Kapitalkostensatz errechnet. Bei der Berechnung dieses Diskontsatzes wurde auf Daten einer relevanten Peergroup zurückgegriffen. Zudem wurden spezifische Werte für den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie, die Fremdkapitalkosten und den Steuersatz angesetzt.

Da für die Cashflow-Projektionen Geldflüsse nach Steuern zugrunde gelegt werden, ist auch der Diskontsatz unter Berücksichtigung von Steuereffekten festgelegt worden. Der Diskontsatz für GF Urecon wurde auf 7,5%, für GF Precicast auf 5,0% und für GF Pitesti auf 9,2% festgelegt.

Die Werthaltigkeit des theoretischen Goodwills konnte für alle drei Gesellschaften bestätigt werden.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Für Goodwill-Positionen, die im theoretischen Anlagespiegel aufgelistet sind, erfolgt die Prüfung auf Wertbeeinträchtigung aufgrund von Anzeichen, die darauf hindeuten, dass diese von einer solchen Wertbeeinträchtigung betroffen sein könnten. Falls solche Anzeichen bestehen, werden die mit dem Eigenkapital verrechneten Goodwill-Positionen einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen, um den erzielbaren Wert zu bestimmen. Als Basis wird hierbei der Businessplan für die nächsten fünf Jahre herangezogen. Die Folgejahre werden mit einer ewigen Rente ohne Wachstumsrate berücksichtigt. Die Projektion basiert einerseits auf Erfahrungswerten und andererseits auf einer aktuellen Einschätzung des Managements zur wahrscheinlichen wirtschaftlichen Entwicklung des relevanten Markts. Dabei wird von keiner wesentlichen organisatorischen Änderung ausser den bereits beschlossenen und angekündigten Massnahmen ausgegangen.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden: Immaterielle Anlagen

Erworbene Lizenzen, Patente und ähnliche Rechte werden aktiviert und mit Ausnahme von Landnutzungsrechten über die geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear amortisiert. Landnutzungsrechte werden über die Dauer des eingeräumten Nutzungsrechts linear amortisiert. Auf dieser Position ergeben sich Nutzungsdauern von bis zu 50 Jahren. Software wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 1 Jahr bis 5 Jahren linear amortisiert.

Bei Unternehmenszusammenschlüssen wird der Goodwill zum Akquisitionszeitpunkt wie folgt ermittelt: der Kaufpreis zuzüglich der im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss angefallener Transaktionskosten abzüglich des erfassten Betrags an erworbenen, neubewerteten Nettoaktiven.

Der aus Akquisitionen resultierende positive oder negative Goodwill wird per Erwerbszeitpunkt mit den Gewinnreserven im Konzerneigenkapital verrechnet. Bei Veräusserung einer GF Konzerngesellschaft ist der zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill in die Erfolgsrechnung zu übertragen. Wenn der Kaufpreis von künftigen Ergebnissen abhängige Anteile enthält, werden diese zum Erwerbszeitpunkt bestmöglich geschätzt und bilanziert. Ergeben sich bei der späteren definitiven Kaufpreisabrechnung Abweichungen, wird der mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill entsprechend angepasst.

Die Werthaltigkeit des Anlagevermögens (insbesondere Sachanlagen, immaterieller Anlagen, Finanzanlagen sowie des in der Schattenrechnung ausgewiesenen Goodwills) wird mindestens einmal jährlich beurteilt. Liegen Indikatoren einer Werteinbusse vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Werts (Impairment-Test) durchgeführt. Übersteigt der Buchwert eines Aktivums den realisierbaren Wert, erfolgt eine erfolgswirksame Wertanpassung. Da der Goodwill bereits zum Erwerbszeitpunkt mit dem Konzerneigenkapital verrechnet wird, führt eine Wertminderung beim Goodwill nicht zu einer Belastung der Erfolgsrechnung, sondern lediglich zu einer Offenlegung im Anhang.

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden: Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden in dem Zeitraum, in dem sie anfallen, in der Erfolgsrechnung als Aufwand verbucht. Entwicklungs­kosten können nur und insoweit aktiviert werden, wenn nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt sind:

  • die Kosten sind klar definiert, dem Produkt oder Prozess klar zuordenbar und kalkulatorisch nachgewiesen
  • die technische Machbarkeit kann aufgezeigt werden
  • die Absicht besteht, das Produkt zu produzieren und zu vermarkten oder den Prozess anzuwenden
  • ein Markt besteht
  • die intern benötigten Ressourcen sind vorhanden
  • der aktivierte Betrag ist durch entsprechende zukünftige Cashflows gedeckt
2.6Rückstellungen, Rechnungsabgrenzungen und Eventualverbindlichkeiten

2.6.1 Entwicklung der Rückstellungen

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

Personal und soziale Sicherheit

 

Gewährleistungen

 

Rechtsfälle

 

Belastende Verträge

 

Restrukturierungen

 

Übrige

 

Rückstellungen

 

Latente Steuerverpflichtungen

 

Rückstellungen und latente Steuerverpflichtungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestand am 31. Dezember 2019

 

56

 

37

 

14

 

8

 

15

 

25

 

155

 

58

 

213

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildung

 

7

 

22

 

2

 

4

 

15

 

8

 

58

 

5

 

63

Verbrauch

 

–4

 

–12

 

–4

 

–4

 

 

 

–1

 

–25

 

 

 

–25

Auflösung

 

–2

 

–5

 

–2

 

–8

 

 

 

–3

 

–20

 

–8

 

–28

Veränderung Konsolidierungskreis

 

–5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

–5

 

–2

 

–7

Umrechnungsdifferenzen

 

–2

 

–1

 

 

 

 

 

 

 

1

 

–2

 

 

 

–2

Bestand am 31. Dezember 2018

 

62

 

33

 

18

 

16

 

 

 

20

 

149

 

63

 

212

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildung

 

11

 

23

 

8

 

7

 

 

 

11

 

60

 

17

 

77

Verbrauch

 

–5

 

–15

 

–2

 

–4

 

 

 

–1

 

–27

 

 

 

–27

Auflösung

 

–1

 

–8

 

–8

 

–5

 

 

 

–9

 

–31

 

–3

 

–34

Veränderung Konsolidierungskreis

 

–16

 

 

 

 

 

6

 

 

 

–4

 

–14

 

2

 

–12

Umrechnungsdifferenzen

 

–2

 

–2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

–4

 

 

 

–4

Bestand am 31. Dezember 2017

 

75

 

35

 

20

 

12

 

 

 

23

 

165

 

47

 

212

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fristigkeit der Rückstellungen 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– kurzfristig

 

4

 

24

 

1

 

5

 

7

 

11

 

52

 

 

 

52

– langfristig

 

52

 

13

 

13

 

3

 

8

 

14

 

103

 

58

 

161

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fristigkeit der Rückstellungen 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

– kurzfristig

 

4

 

21

 

2

 

6

 

 

 

5

 

38

 

 

 

38

– langfristig

 

58

 

12

 

16

 

10

 

 

 

15

 

111

 

63

 

174

Die Bewertung der Rückstellungen aller Kategorien basiert soweit vorhanden auf effektiven Daten (z.B. eingetretene oder gemeldete Schadenfälle) oder auf Erfahrungswerten der letzten Jahre sowie auf Einschätzungen des Managements. Die latenten Steuerverbindlichkeiten basieren auf temporären Bewertungsdifferenzen, die auf Stufe Konzerngesellschaft bilanziert werden.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit können Konzerngesellschaften in strittige Verfahren verwickelt werden. Rückstellungen für pendente Verfahren werden aufgrund der vorhandenen Informationen auf Basis eines realistischerweise zu erwartenden Geldabflusses bemessen. Je nach Ausgang dieser Verfahren können Ansprüche gegen den Konzern entstehen, deren Erfüllung möglicherweise nicht oder nicht vollständig durch Rückstellungen oder Versicherungsleistungen gedeckt ist. Bestehen vertragliche Verpflichtungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung dieser Verpflichtung höher sind (z.B. Drohverluste aus Lieferverträgen) als deren erwarteter wirtschaftlicher Nutzen, werden im Umfang der vereinbarten Mengen über die gesamte oder über eine vorsichtig abgeschätzte ­Dauer entsprechende Rückstellungen gebildet. Diese ­basieren auf Einschätzungen des Managements.

Personal und soziale Sicherheit

Beinhaltet Rückstellungen für Altersvorsorge und andere arbeitszeitbezogene Leistungen an Arbeitnehmer, die nicht durch Pensionskassen oder ähnliche Institutionen geleistet werden, sowie Jubiläumsgelder und Rückstellungen für Arbeitsunfälle. Leistungen an Arbeitnehmer, die durch Pensionskassen geleistet werden, sind in Erläuterung 5.1 dargestellt.

Gewährleistung

Deckt die erwarteten Kosten für Garantieleistungen wie Reparaturen und Ersatz ab. Alle drei Divisionen gewähren ihren Kunden Gewährleistungsvorteile: 40% der Rückstellungen betreffen GF Machining Solutions (Vorjahr: 39%), 40% GF Casting Solutions (Vorjahr: 24%) und 20% GF Piping Systems (Vorjahr: 37%).

Rechtsfälle

Beinhalten alle Verpflichtungen aus Rechtsfällen und Rechtsstreitigkeiten. Keine der Einzelrückstellungen sollte zu einem Abfluss von mehr als CHF 10 Mio. führen (Vorjahr: CHF 6 Mio.).

Belastende Verträge

Fasst Verträge zusammen, bei denen die Erfüllung zu unvermeidbaren Kosten führt, die den damit verbundenen wirtschaftlichen Nutzen übersteigen. Wesentliche belastende Verträge betreffen hauptsächlich die Division GF Casting Solutions.

Restrukturierungen

Fasst Rückstellungen für rechtliche und/oder faktische Verpflichtungen aus Restrukturierungen zusammen. Eine konstruktive Verpflichtung entsteht, wenn ein detaillierter und formeller Plan für eine Umstrukturierung vorliegt und eine berechtigte Erwartung bei den von der Umstrukturierung Betroffenen gebildet worden ist. Die Erhöhung der Rückstellung ist auf Restrukturierungen und Produktionsverlagerungen in Europa zurückzuführen.

Übrige Rückstellungen

Umfasst alle anderen betrieblichen Ereignisse, die zu einer Rückstellung führen, wie  Ansprüche von Kunden, die keine eigentlichen Gewährleistungsfälle darstellen, sowie Risiken aus Geschäftstätigkeit, die nicht der Gewährleistung, den Rechtsfällen oder den belastenden Verträgen zuzuordnen sind.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit können Konzerngesellschaften in strittige Verfahren verwickelt werden. Rückstellungen für pendente Verfahren werden aufgrund der vorhandenen Informationen auf Basis eines realistischerweise zu erwartenden Geldabflusses bemessen. Je nach Ausgang dieser Verfahren können Ansprüche gegen den Konzern entstehen, deren Erfüllung möglicherweise nicht oder nicht vollständig durch Rückstellungen oder Versicherungsleistungen gedeckt ist. Bestehen vertragliche Verpflichtungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung dieser Verpflichtung höher sind (z.B. Drohverluste aus Lieferverträgen) als deren erwarteter wirtschaftlicher Nutzen, werden im Umfang der vereinbarten Mengen über die gesamte oder über eine vorsichtig abgeschätzte ­Dauer entsprechende Rückstellungen gebildet. Diese ­basieren auf Einschätzungen des Managements.

2.6.2 Rechnungsabgrenzungen

Tabelle anzeigen Tabelle ausblenden
Show table Hide table

Mio. CHF

 

2019

 

2018

 

 

 

 

 

Überzeit, Urlaub, Boni, Prämien

 

94

 

113

Passive Rechnungsabgrenzungen für Kommissionen und Rabattverpflichtungen

 

34

 

33

Passive Rechnungsabgrenzungen für Jahresabschlusskosten

 

4

 

4

Übrige passive Rechnungsabgrenzungen

 

102

 

103

Total

 

234

 

253

2.6.3 Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten beliefen sich auf CHF 81 Mio. (Vorjahr: CHF 125 Mio.) und umfassen Garantien gegenüber Nahestehenden zugunsten von Dritten sowie Garantien gegenüber Dritten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist durch den Abbau bestehender Garantien zugunsten von Nahestehenden erklärt, die in den Devestitionen von 2018 begründet sind. Die Devestition im Jahr 2019 führte CHF 5 Mio. an Eventualverbindlichkeiten zu.

GF verwendet Cookies, um die Funktionen der Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu gewährleisten.Gebrauch von Cookies & Disclaimer

https://annual-report.georgfischer.com/19/wp-json/wp/v2/posts/