Kunde Aaron ODonnell ist mit der Zusammenarbeit zwischen Biwater Inc und GF Piping Systems zufrieden.

Nachhaltige Unterstützung für Kalifornien

In vielen Regionen der Welt ist Wasser ein Luxusgut, obwohl es das nicht sein sollte. Seit rund 50 Jahren stellt das britische Unternehmen Biwater in mehr als 90 Ländern mit bisher mehr als 25’000 Projekten Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung sicher. GF Piping Systems arbeitete mit der kalifornischen Tochtergesellschaft von Biwater beim Bau einer modernen Wasseraufbereitungsanlage in Pico Rivera (USA) zusammen.

Nur 60 Kilometer lang ist die Fahrt von Los Angeles nach Rancho Cucamonga in Kalifornien (USA). Die Stadt mit 175’000 Einwohnern ist ein wichtiger Standort für die Stahlproduktion und beherbergt die nordamerikanische Zentrale von Biwater Inc, einer Tochtergesellschaft der britischen Biwater International.

Biwater Inc arbeitet für Industrieunternehmen und Gemeinden. Das Unternehmen liefert hochmoderne Aufbereitungsanlagen für eine sicherere, zuverlässige und energieeffiziente Wasserentsalzung sowie Wiederverwertungssysteme mit geringen Lebenszykluskosten. Wasseraufbereitung ist ein wichtiges Thema und das gilt besonders in Kalifornien, wo es regelmässig zu schwerwiegenden Trockenperioden kommt. Aus diesem Grund hat sich der Water Replenishment District (WRD) Südkaliforniens – die grösste Grundwasserbehörde im US-Bundesstaat Kalifornien, die das örtliche Grundwasser für vier Millionen Einwohner verwaltet – vor mehr als einem Jahrzehnt das Ziel gesteckt, Südkalifornien vollständig von Wasserimporten unabhängig zu machen. Daher war eine neue Wasseraufbereitungsanlage nötig. Das Werk in Pico Rivera entstand mit Unterstützung der Experten von GF Piping Systems. Es handelt sich um eines der vielen Projekte, mit denen der WRD die Auffüllung des Grundwasserbeckens von Los Angeles verwaltet. Die Anlage hilft, die Abhängigkeit von Wasserimporten aus den ökologisch sensiblen Bergseen und Flüssen in Nordkalifornien und dem immer wieder von Dürren heimgesuchten Colorado River zu senken.

“A very important preventive measure against contamination”

Yannik Waeber from Basler & Hofmann West AG in Zollikofen (Switzerland) is responsible for planning the building technology being installed in the new Senevita Mülibach senior and care center.

Mr. Waeber, what were the key factors involved in planning sanitary engineering in the Mülibach project? As it is going to be used as a retirement and nursing home, we focused on drinking water hygiene right from the start of the planning phase. One of the key preventive measures for combating the formation of legionella germs for us is guaranteeing a specific temperature in the hot water supply. Our aim is to keep the temperature constant within the range recommended by the Swiss Federal Office of Public Health and the Swiss Federal Food Safety and Veterinary Office.

Why do you appreciate the Hycleen Automation System and what are your expectations of it? The Hycleen Automation System is an important resource for constantly maintaining the temperature of hot water at a specified level. With the temperature measurements in the circulation controllers and the ability to record the measurement data, the hot water temperatures can also be monitored over longer periods of time and in various operating states.

What was it like working with GF? I was very happy with the help we received during the project planning phase. Since the Hycleen Automation System is a new product and we had no experience with it, the GF technicians provided us with professional advice and support.

Der Auftrag von Biwater an GF Piping Systems für die Anlage in Pico Rivera umfasste massgeschneiderte Rohre und Verteiler, der Kern der Ultrafiltrations- und Umkehrosmose-Systeme.
Aaron ODonnell (links) von Biwater und Scott Stringfellow (rechts) von GF Piping Systems blicken in die Zukunft. Sie planen bereits weitere gemeinsame Projekte in der Wasseraufbereitung und Grundwasserauffüllung.

Ein starker Partner an der Seite

«Wir haben uns für die Zusammenarbeit mit GF Piping Systems entschieden, weil wir einen Partner mit einer überzeugenden Erfolgsbilanz und ein bekanntes Unternehmen mit bewährten Produkten suchten», sagt Aaron ODonnell, Senior Vice President Engineering bei Biwater Inc. Die geografische Nähe war ebenfalls wichtig für eine einfache und enge Zusammenarbeit. GF hat einen Standort in Irvine (USA), nur etwa 60 Kilometer von der Zentrale von Biwater in Rancho Cucamonga entfernt. Von Irvine aus versorgt GF Piping Systems hunderte von Kunden in verschiedenen Märkten wie Mikroelektronik, Biotechnologie, Lebensmittel und Getränke sowie Wasseraufbereitung – eine ideale Ausgangssituation auch für das Projekt mit Biwater. Der Standort von GF Piping Systems in Irvine hat umfassende Erfahrungen in der Produktion von Rohren und Fittings aus Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE) zum Transport von Flüssigkeiten. Mit diesen Teilen hat GF Piping Systems die neue Anlage von Biwater in Pico Rivera ausgestattet.

Von der Theorie zur Praxis

Biwater begann bereits 2013 mit den ersten Planungen. GF Piping Systems stiess im Mai 2017 zu Beginn der Konstruktions- und Konzeptionsphase zum Projekt dazu. «Unsere Produkte und unser Know-how spielten bis zur Fertigstellung der Anlage eine wichtige Rolle», sagt Scott Stringfellow, Area Sales Manager bei GF Piping Systems in Irvine. «Da wir auf Komponenten aus HDPE spezialisiert sind, waren wir für die Gestaltung, die Herstellung und die weitere Verarbeitung der massgeschneiderten Bauteile zuständig. Dazu zählten auch die einzigartigen Verteiler, die für den erfolgreichen Betrieb des Systems notwendig sind. Unsere Ingenieure analysierten die Kundenanforderungen und entwarfen per CAD massgeschneiderte Komponenten für den Einsatz im Wasseraufbereitungssystem. Diese wurden schliesslich in unserer Vorfertigungsanlage in Irvine montiert. Dank der Herstellung an einem anderen Ort erhielt Biwater vormontierte Komponenten, wodurch während der Bauphase Arbeit und Zeit eingespart werden konnte.» Der Auftrag von Biwater umfasste massgeschneiderte Rohre und Verteiler, die den Kern der Ultrafiltrations- und Umkehrosmose-Systeme am Standort Pico Rivera bilden. Allerdings läuft bei einem so grossen Projekt nicht immer alles reibungslos: «In solchen Fällen sind Schnelligkeit und Flexibilität von grösster Bedeutung. Unsere Teams haben alles daran gesetzt, die sofortige Lieferung der neu gefertigten Baugruppen sicherzustellen. Biwater schätzte diesen Dienst von uns und unsere Reaktionsfähigkeit sehr», erinnert sich Scott Stringfellow. Die harte Arbeit habe sich gelohnt.

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Was ist Umkehrosmose?

Umkehrosmose ist ein Klärverfahren, das halbdurchlässige Membranen einsetzt, um Ionen, ungewünschte Moleküle und grössere Partikel aus dem Trinkwasser zu entfernen. Das Verfahren ähnelt anderen Anwendungen der Membrantechnologie.

Aaron ODonnell und Scott Stringfellow planen bereits weitere gemeinsame Projekte. Der Fokus liegt wieder auf der Wasseraufbereitung und Grundwasserauffüllung. «Die enge Zusammenarbeit mit Biwater und Aaron ODonnell hat sich von einer Geschäfts- zu einer sehr engen Arbeitsbeziehung entwickelt, die Projekte reibungsloser laufen lässt», beschreibt Scott Stringfellow die Stimmung zwischen den beiden Unternehmen. Gute Aussichten also für die gemeinsamen Vorhaben!

«Wir haben GF Piping Systems gewählt, weil wir einen Partner mit einer überzeugenden Erfolgsbilanz suchten»

Aaron ODonnell, Senior Vice President Engineering, Biwater Inc

Die Anlage in Pico Rivera

Die Anlage ist der Eckpfeiler bei einer Reihe von Projekten des Kunden Water Replenishment District, um die Auffüllung des zentralen Grundwasserbeckens von Los Angeles zu verwalten. Dank der Anlage kann die Abhängigkeit von Wasserimporten aus ökologisch sensiblen Bergseen und Flüssen in Nordkalifornien und dem durch Dürreperioden gefährdeten Colorado River gesenkt werden. Aufbereitete Abwässer, die sonst – zur Besorgnis von Biologen und Ökologen – in den Ozean abfliessen würden, werden nach höchsten Ansprüchen geklärt und dann in nahe gelegene Felder gepumpt, wo sie kontrolliert im Boden versickern. Das Wasser benötigt Wochen, um die örtlichen Grundwasserbrunnen zu erreichen, die wiederum Trinkwasseraufbereitungsanlagen speisen. Dieser Prozess ersetzt Trinkwasserressourcen, die sonst in die Region importiert werden müssten. Da die Nachfrage die natürliche Wiederauffüllungsleistung übersteigt, gibt es nicht immer genug Wasser, was wiederum die Preise steigen lässt. Aus diesem Grund ist das indirekte Recycling von Abwässern zu Trinkwasser in Südkalifornien eine nachhaltige Alternative zu Wasserimporten.

«Wir schätzten die Leistung des GF Teams während der Entwicklung, Lieferung und Inbetriebnahme.»

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Interview mit Aaron ODonnell

Aaron ODonnell ist Senior Vice President Engineering bei Biwater Inc

Wie würden Sie Ihre Erfahrung mit GF Piping Systems beschreiben?

Die Kommunikation mit unseren Partnern bei GF Piping Systems war ausgezeichnet. Sie reagierten stets schnell und professionell – vor allem, wenn es darum ging, sich abzeichnende Probleme rasch zu lösen.

An welche Herausforderungen, bei denen GF Sie unterstützt hat, erinnern Sie sich?

Aufgrund der komplexen Konstruktion des Systems brauchten wir innovative Lösungen für das massgeschneiderte Design, um die Montagezeit der verschiedenen Bauteile zu verkürzen. Sowohl das Produktangebot als auch die Materialexpertise von GF Piping Systems erwiesen sich als sehr wertvoll. Unsere Ansprechpartner bei GF erarbeiteten eine Lösung mit dem zuverlässigen Elektroschweissverfahren, die sehr gut funktionierte.

Was schätzen Sie an den Produkten von GF?

Die Produkte sind sehr langlebig und haben eine hohe Qualität. Das ist für uns wichtig, weil die Produkte ein wesentlicher Bestandteil der Systeme sind, die wir herstellen und die unseren Namen tragen. Die von GF gelieferten Produkte entsprechen unseren Erwartungen in Bezug auf Funktion und Zuverlässigkeit. Und natürlich sind die Qualitätsmassstäbe bei der Produktherstellung sehr hoch.

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